Bietigheims Simone Larsen Poulsen war letzte Saison noch für Kirchhof am Ball

Jede Menge Wiedersehen

Spielten letzte Saison im Derby gegeneinander: Die Vipers-Asse Laura Vasilescu (links) und Sarah van Gulik (rechts) sowie Simone Larsen Poulsen, damals im Kirchhof-Trikot, die jetzt für Bietigheim am Ball ist. Foto: Kaliske

Bietigheim. Sie kennt das Gefühl, in der Ense-Halle zu punkten. Sie hat Wurzeln in Nordhessen geschlagen. Simone Larsen Poulsen freut sich darauf, mit der SG BBM Bietigheim bei den Vipers in der Handball-Bundesliga (Sa. 19.30 Uhr) zu spielen und sagt: „Bad Wildungen hat das bislang super gemacht und ist eine richtig starke Mannschaft.“

Den kommenden Gegner verfolgt die Dänin seit einem Jahr besonders. Klar, im gemeinsamen Jahr 2. Bundesliga hatte es Larsen Poulsen im Trikot der SG 09 Kirchhof zweimal mit den Vipers im Derby zu tun. Beim Hinspiel vor 1000 Zuschauern in der Ense-Halle freute sie sich über einen unverhofften Punktgewinn beim 22:22. Das Remis sicherte damals Torfrau Mareike Vogel (jetzt bei Zweitligist TSV Travemünde). Larsen Poulsen war allerdings fast eine Halbzeit nur Zuschauer, weil sie nach einem ungeschickten Einsteigen gegen Annika Busch die Rote Karte kassiert hatte. „Ich habe sie nicht gesehen, das war keine Absicht“, beteuert die elegante Spielmacherin.

Im Rückspiel besiegelte dann allerdings der 40:34-Erfolg der Vipers praktisch den Abstieg der SG 09. Obwohl vertraglich noch an die Grün-Weißen gebunden, ließ Kirchhofs Managerin Renate Denk die 25-Jährige anschließend ziehen und machte so den Weg in die 1. Liga frei. „Zu Renate hatte ich immer eine gute Beziehung. Ich wünsche Kirchhof, dass sie wieder in die 2. Liga aufsteigen.“

Auch der Draht in die Kurstadt ist gut. Das liegt unter anderem an Sarah van Gulik. Zum einen genießt Bad Wildungens Spielmacherin sportlich viel Respekt von Larsen Poulsen, zum anderen passt es menschlich. „Vor dem letzten Spiel hat Sarah mich gefragt, ob ich Extensions habe. Ich sagte: Nein, alles Natur. Dann hat sie mir an den Haaren gezogen und ich habe gesagt: Glaubst du mir etwa nicht?“ Auf ihre Haarpracht und Spielweise wird heute eine Familie aus der Region besonders achten. Denn der Anhang von Daniel Holl (TG Rotenburg) ist da, um die Freundin ihres Sohnes anzufeuern, der parallel in der Landesliga gegen Hünfeld spielt. Ein besonderes Wiedersehen gibt es daneben mit Jana Pollmer, mit der die Dänin in Kirchhof am Ball war: „Ich freue mich, dass Jana in Bad Wildungen eine gute Rolle spielt. Sie kann gern auch gegen uns gut spielen, solange wir gewinnen.“ (sbs)

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