HSG Bad Wildungen: Kein Druck im Spiel gegen Thüringer HC - Busch verlängert

Kleinmann verlässt Vipers

Fliegt heute zum vorerst letzten Mal durch die Ense-Halle: Jessica Kleinmann, die nach sechs Jahren in Bad Wildungen eine Pause im Handball einlegen wird. Foto: Kaliske/nh

Bad Wildungen. Nach sechs Jahren in Bad Wildungen ist im Sommer vorerst Schluss: Jessica Kleinmann wird die Vipers nach der Saison verlassen und legt freiwillig eine Pause ein. Dadurch wird die Partie der 1. Handball-Bundesliga gegen den Deutschen Meister Thüringer HC wohl zum Abschied aus der Ense-Halle für den Wirbelwind (heute 19 Uhr).

„Das ist ein großer Schritt für mich und ich werde einiges hier vermissen. Aber diese Saison war für mich schon hart an der Grenze“, begründet die 28-Jährige die Vorsichtsmaßnahme. Denn in Folge des pfeifferschen Drüsenfiebers, immer wiederkehrender Blessuren und der beruflichen Belastung lässt sich der Profisport nicht vereinbaren. „Vielleicht kribbelt es in ein paar Monaten wieder, aber nach der Serie brauche ich erstmal Abstand vom Handball“, erklärt Kleinmann, die im Bereich Druck bei Sportwunder arbeitet.

Sportlichen Druck gegen den THC verspürt sie indes nicht. „Wir können befreit aufspielen“, weiß sie in Anbetracht der Stärke des Tabellenführers. Im Kampf um die Play-Off-Plätze ist ohnehin die Begegnung bei der HSG Blomberg-Lippe in zwei Wochen wichtiger. Das letzte Heimspiel der Punktserie steigt am 9. April in der Baunataler Rundsporthalle.

Vorerst allein in der Kaderbesetzung auf Rechtsaußen für die kommende Runde ist damit Annika Busch. Die 21-Jährige bleibt den Vipers erhalten und bekommt einen neuen Einjahresvertrag. Positive Signale sendet zudem Cristina Mihai, die wohl in ihre vierte Saison in Bad Wildungen gehen wird. Unterschrieben ist nun der Vertrag des ersten Neuzugangs. Manuela Brütsch, die wie vermeldet als Torfrau von der HSG Bensheim/Auerbach verpflichtet wurde, war am Freitag in der Kurstadt, um erste Eindrücke ihres zukünftigen Umfelds zu gewinnen.

Keine Einigung erzielt

Verloren geht hingegen immer mehr Zeit bei den Personalien Sören Jeppesen, Jovana Jovovic und Lina Trenoska. Anwältin Caroline Steurer wartet weiter auf das schriftliche Urteil des Arbeitsgerichts Kassel im Bezug auf die Torfrau. Überraschend noch nicht vom Tisch ist die Vertragsauflösung von Jovovic. Der 24-Jährigen wurde eine Abfindung angeboten. Alternativ sind die Vipers bereit, die Gehälter bis Dezember weiterzuzahlen. Allerdings müsste die Rückraumspielerin dann ihren Vertrag mangels Perspektiven absitzen und könnte sich keinem neuen Klub anschließen. Zäh wie Kaugummi verlaufen die Verhandlungen mit Jeppesen. Geschäftsführer Dirk Ex ist sichtlich genervt und hätte lieber gestern als heute eine Einigung präsentiert. „Ich bin mit meinem Latein am Ende. Jeppesen und Jovovic sollten zugreifen - mehr ist nicht im Topf“.

Von Sebastian Schmidt

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