Handball-Bundesliga, Frauen: Bad Wildungen empfängt Tabellendritten aus Leipzig

„Köpfe sind ein wenig leer“

Daumen hoch für ihr Team: Nach dem Sieg gegen Koblenz war nicht nur Trainerin Tessa Bremmer bestens gelaunt. Heute geht es für die Vipers gegen Leipzig. Foto: zmp

Bad Wildungen. Beim 32:25-Sieg gegen Koblenz haben die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen ihre Niederlagenserie beendet – nach zuvor sechs Partien ohne einen Punkt. Mit nun wieder beruhigendem Abstand zur Abstiegszone der Bundesliga kann der Aufsteiger die nächste Aufgabe in Angriff nehmen: Am heutigen Mittwoch kommt der HC Leipzig in die Ense-Sporthalle. Anpfiff ist um 19.30 Uhr.

Dabei sollte der Sieg gegen Koblenz einigen Rückenwind geben. Wie wichtig der war, zeigte sich nach dem Schlusspfiff, als mit einem Schlag Druck und Anspannung gewichen waren. „Jetzt haben wir auch im Umfeld wieder richtig Ruhe“, war auch Geschäftsführer Uwe Gimpel nach dem Spiel sichtlich erleichtert. Und Trainerin Tessa Bremmer ergänzt: „Das hat uns schon genervt, dass wir nach den Niederlagen nicht die Chance bekommen haben, in Ruhe an uns zu arbeiten.“

Denn der Begriff „Niederlagenserie“ gefiel dem Vipers-Lager ganz und gar nicht. „Das klang wieder so negativ. Man darf nicht vergessen, dass wir als Aufsteiger unten mitspielen“, befand Bremmer. Und Sarah van Gulik fügt hinzu: „Man hat doch gemerkt: Die Spiele, die wir gewinnen müssen, haben wir gewonnen.“

Nun folgt gegen Leipzig wieder ein Spiel, das ohne Zweifel nicht in diese Kategorie fällt. Gegen den Tabellendritten befinden sich die Vipers in der klaren Außenseiterrolle, zumal es für die Südwaldeckerinnen das vierte Spiel innerhalb von elf Tagen ist.

„Man merkt, dass die Mädels ziemlich platt sind“, weiß Bremmer. Und das nicht nur konditionell, sondern auch mental. „Wir hatten alles auf das Koblenz-Spiel ausgerichtet, da ist es kein Wunder, dass die Köpfe jetzt ein wenig leer sind“, stellt die Trainerin klar, fügt aber hinzu: „Aber wer weiß: Manchmal macht man genau in diesen Situationen die besten Spiele.“

Ein solches ist gegen Leipzig auch nötig, denn der HCL gehört wie Thüringen oder Buxtehude zu den Spitzenteams der Liga. „Viele Nationalspielerinnen, breit besetzt“, weiß Bremmer, die vor allem von Karolina Kudlacz mächtig Respekt hat. „Sie gehört für mich zu den komplettesten Spielerinnen der Liga.“

Dennoch wollen die Vipers auch in diesem Spiel weniger auf den Gegner, sondern vielmehr auf sich selber schauen. Der Aufwärtstrend in Abwehr und Angriff soll bestätigt werden. Personell hat Bremmer dafür alle Spielerinnen an Bord. Sie selber wird zwar das Trikot erneut anhaben – aber nur aus Aberglaube. „Die Mädels haben das gesagt, weil es gegen Koblenz Glück gebracht hat“, so die Trainerin. Ein Comeback wird es nur geben, wenn es personell eng wird. „Ich bin völlig zufrieden, wenn ich nur auf der Bank sitzen kann.“

Von Thorsten Spohr

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