Handball-Pokal: Vipers im Viertelfinale gegen Leverkusen

Vipers am Boden: Aufgrund der personellen Probleme sind Kreisläuferin Tessa Cocx und die HSG Bad Wildungen auch im Pokalviertelfinale gegen Leverkusen nur krasser Außenseiter. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Die 16:25-Schlappe im Bundesliga-Punktspiel gegen Göppingen haben sie noch nicht ganz verdaut, da wartet auf die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen schon der nächste dicke Brocken. Morgen ab 19 Uhr treffen die Vipers im Viertelfinale des DHB-Pokals auf Bayer Leverkusen.

Personell gehen die Südwaldeckerinnen erneut auf dem Zahnfleisch. Zu Cristina Mihai (verletzt) und Sabine Heusdens gesellt sich nun auch Esther Meyfarth, die im Pokal nicht für die Vipers spielen darf. Somit hat Trainer Markus Berchten nur noch Ruta Latakaite, Marinda van Cappelle und Jovana Jovovic im Rückraum zur Verfügung.

Da vor allem Jovovic zuletzt kaum das Vertrauen des Trainers genossen hat, wird wohl Kreisläuferin Tessa Cocx wieder in den Rückraum rücken und wahrscheinlich die Spielmacherposition übernehmen. Im Falle von van Cappelle hofft man im Vipers-Lager, dass der Knoten bei der Holländerin endlich platzt. Gegen Göppingen fand sie überhaupt nicht ins Spiel, nachdem sie – laut Berchten – im Training einen guten Eindruck hinterließ.

Der Bad Wildunger Coach übt sich angesichts der angespannten personellen Lage seines Teams in Sarkasmus. „Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen“, meint der Schweizer. „Wir werden heute alle Fehler, die wir am Samstag gemacht haben, noch einmal analysieren. Dann liegt der Fokus nur noch auf dem Pokalspiel.“ Berchtens Mannschaft sei krasser Außenseiter, habe aber als solcher auch nichts zu verlieren und könne deshalb ohne großen Druck auflaufen, unterstreicht der Vipers-Coach.

Berchten sieht die Partie angesichts der Vorzeichen als eine Art Vorbereitung für den Saisonendspurt. „Dass wir das Final-Four-Turnier in Göppingen erreichen, ist nicht sehr wahrscheinlich. Aber wir wollen uns gegen Leverkusen wehren und im Angriff besser präsentieren als gegen Göppingen“, erklärt der Bad Wildunger Trainer.

Gelingt das und ziehen die Bad Wildungerinnen Motivation aus der Erinnerung an ihren sensationellen 31:30-Punktspiel-Sieg in Leverkusen, dann können die Berchten-Schützlinge ja vielleicht sogar den Favoriten Bayer ärgern. Auch wenn das im Moment eher unwahrscheinlich ist. (ppp)

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