2. Handball-Bundesliga: 38:24-Sieg über Weibern - Video auf www.hna.de

HSG liegt weiter auf Kurs

Im Tiefflug: Bad Wildungens Kreisläuferin Sabine Kirmse (rechts) springt vor Matilda Atanasoska zum Ball. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Als in der Bad Wildunger Ensehalle die letzten zwei Spielminuten der Zweitliga-Partie zwischen der HSG Bad Wildungen und der TuS Weibern anbrachen, da erhoben sich die Zuschauer von ihren Sitzen. Eine Minute früher als gewohnt vollzogen die HSG-Fans auf gut gefüllten Rängen das Ritual, das sich ihre Lieblinge beim überzeugenden Auftritt beim 38:24 (15:9)-Kantersieg gegen den Gast aus der Eifel aber auch richtig verdient hatten.

450 zahlende Zuschauer sollen es offiziell gewesen sein, die sahen, wie Bad Wildungen einen Ex-Bundesligisten und ambitionierten Playoff-Konkurrenten mehr und mehr demontierte und in der zweiten Halbzeit sogar konsequent und gnadenlos in seine Einzelteile zerlegte.

Weiberns gefürchteten Rückraum hatte die HSG-Abwehr, die in bewährter 6:0-Formation auftrat, relativ schnell unter Kontrolle gebracht. Und weil Julia Gronemann, die die nach wie vor kranke Danja Lerch im HSG-Tor vertrat, gut hielt, führte Bad Wildungen nach 17 Minuten mit 8:4.

Weiberns Aufholjagd bis zum 10:8 durch Matilda Atanasoska (23.) erwies sich nur als Strohfeuer, weil Bad Wildungen danach wieder die Zügel härter anzog und mit einer 5:0-Tore-Serie durch Treffer der starken Sabine Heusdens (2), Cristina Mihai, Viktoria Marquardt und Jessica Kleinmann auf 15:8 davonzog, bevor Weiberns Stärkster, der Linkshänderin Svenja Huber, der Halbzeitstand gelang.

Wieder Huber war per Siebenmeter für das 15:10 verantwortlich. Doch dann war wieder die HSG an der Reihe. Die starke Heusdens, Ruta Latakaite, Sabine Kirmse und Robben nach Vorarbeit von Heusdens trafen zum 19:10 (36.), und damit konnten die HSG-Fans vorzeitig mit dem Feiern beginnen, weil der Widerstand der Gäste wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrach.

Aller Ehren wert war, dass Bad Wildungen selbst im sicheren Gefühl des Sieges keinen Deut zurücksteckte. In der Abwehr weiterhin ungemein aggressiv und konsequent sowie im Angriff torhungrig erwiesen sich die HSG-Frauen, bei denen momentan niemand daran zweifelt, dass sie die Aufstiegs-Playoffs erreichen. Als Weiberns Trainer Jan Reuland nach 49 Minuten die grüne Timeout-Karte auf den Kampfrichtertisch legte, war die Entscheidung längst gefallen (30:18).

Mit diesem Resultat gab sich die HSG jedoch nicht zufrieden, die weiter Dampf machte und auch den letzten Treffer der Partie erzielte. Jubeln durfte darüber vor allem Kreisläuferin Marquardt, die nach Zuspiel von Mihai den 38. HSG-Treffer markierte und erstmals überhaupt für Bad Wildungen in einem Ligaspiel vier Tore erzielte. (ppp)

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