HANDBALL Vipers mit Heimsieg am Doppelspieltag

HSG Bad Wildungen bezwingt Leverkusen verdient mit 31:26

Freie Bahn: Vanessa Plümer (rechts) hat sich gegen die Leverkusenerin Zoe Sprengers durchgesetzt und nimmt das Tor von Kristina Graovac ins Visier.
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Freie Bahn: Vanessa Plümer (rechts) hat sich gegen die Leverkusenerin Zoe Sprengers durchgesetzt und nimmt das Tor von Kristina Graovac ins Visier.

Mit einem Sieg haben die Vipers den Doppelspieltag in der Handball-Bundesliga der Frauen beendet: Nach der unglücklichen 32:33-Niederlage gegen Bensheim am Freitag folgte ein überzeugender 31:26-Erfolg gegen Leverkusen am Sonntag.

Bad Wildungen – Spätestens als die abwehrstarke Larissa Platen in der 54. Minute zum 28:22 traf, war die HSG Bad Wildungen gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen endgültig auf die Siegesstraße eingebogen. Am Ende setzten sich die Vipers gegen die Werkselfen souverän mit 31:26 (15:9) durch.

„Wir haben von Beginn an mit unserer Ausstrahlung gezeigt, dass es für uns in diesem Spiel nichts anderes als zwei Punkte gibt. Wir haben Leverkusen von Anfang an beeindruckt, weil sie gesehen haben, wie heiß wir auf die Partie waren“ sagte HSG-Trainerin Tessa Bremmer, um dann noch anzufügen, „dass wir mit diesem Sieg gezeigt haben, dass wir uns im Mittelfeld der Tabelle etablieren wollen.“

Dass die Stimmung in ihrer Mannschaft, „die mir unheimlich Spaß macht“, schon beim Training am Samstag nach der unglücklichen 32:33-(19:19)-Niederlage gegen die HSG Bensheim/Auerbach am Abend zuvor gut war, hatte die Niederländerin überrascht. „Denn nach so einer Niederlage muss man immer einen leichten Knacks befürchten“, sagte Bremmer.

Gestützt auf eine sehr starke Abwehr mit den Innenblockspielerinnen Maxi Mühlner und Larissa Platen, die auf halb links den Vorzug vor Munia Smits erhalten hatte, führten die Südwaldeckerinnen am Sonntag dann nach nur drei Minuten und 50 Sekunden bereits mit 4:0. Auch von einer Auszeit von Leverkusens Trainer Martin Schwarzwald beim Stand von 1:6 nach neun Minuten ließen sich die Bad Wildungerinnen zunächst nicht stoppen.

Wie aus einem Guss

Wie aus einem Guss spielend, zog die HSG bis zur zwölften Minute auf 9:2 davon, bevor sie nach dem 10:3 (13.) erst einmal völlig den Faden verlor. Leverkusen verkürzte so bis zur 18. Minute auf 7:10. Und danach sogar auf 9:11 (20.). Doch die Vipers, denen ihr unbedingter Siegeswille anzumerken war, schlugen zurück und gingen, angeführt von der überragenden Spielmacherin Maxime Struijs, nach einem 4:0-Lauf mit einer 15:9-Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel waren die ersatzgeschwächten Leverkusenerinnen beim 17:20 (44.) wieder dran und hielten auch danach noch bis zum 22:26 in der 52. Minute halbwegs mit.

Doch nach einem Treffer der zwischen der 18. und 44. Minute auf der Bank sitzenden Jana Scheib und dem Tor von Platen, „die auch im Angriff einen Schritt nach vorne gemacht hat“, so Bremmer, zum 28:22 waren die Vipers nicht mehr zu stoppen. Hatte Scheib nur schwer ins Spiel gefunden, traf die Halbrechte nach ihrer Einwechslung in Durchgang zwei fünfmal, während die eingewechselte Torfrau Lea Schüpbach zwei Siebenmeter von Zoe Sprengers hielt und auch Smits für Entlastung sorgte.

Geschlossene Teamleistung

Aufgrund der geschlossenen Mannschaftsleistung ihres Teams konnte Bremmer, „ich konnte gut durchwechseln, weil auch alle Spielerinnen von der Bank ihre Leistung gebracht haben“, es sich sogar leisten, den Arbeitstag von Struijs nach 49 Minuten zu beenden. „Maxime war platt“, sagte Bremmer und attestierte ihrer Landsfrau bis dahin zu Recht „ein sehr gutes Spiel“ gemacht zu haben.

„Wir haben mit Kopf gespielt. Der Sieg war nach der unglücklichen Derbyniederlage gegen Bensheim, die uns sehr weh getan hat, sehr wichtig“, sagte Struijs.

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