1. Handball-Bundesliga: Vipers am Samstag ab 19.30 Uhr gegen Bietigheim gefordert

Mehr Konkurrenzkampf

Szene aus dem Hinspiel: Bietigheims Sanja Vlahovic (links) gibt hier Bad Wildungens Annika Busch keinen Zentimeter Raum. Foto: Keppler/nh

Bad Wildungen. Es hat eine neue Zeitrechnung in Bad Wildungen begonnen. Denn Tessa Bremmer schürt den Konkurrenzkampf. „Wir waren im Angriff für unsere Gegner zu leicht auszurechnen. In der 1. Liga gehört Konkurrenz dazu, bei uns war es bislang aber noch nicht so krass“, macht die Handball-Trainerin der HSG Bad Wildungen Vipers vor dem Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim (Sa. 19.30 Uhr, Ense-Halle) deutlich.

Für Bremmer war die Leistung beim 24:36 „ein Schritt in die richtige Richtung, weil wir uns lange deutlich besser präsentiert haben als bei den beiden Niederlagen zuvor“. Bis zum 18:22 habe ihr Team 40 Minuten auf Augenhöhe agiert. Ein Sonderlob der Trainerin verdiente sich Annika Busch, die drei Tore warf und drei Siebenmeter herausholte - auf ungewohnter Position im rechten Rückraum.

Das ist weiterhin der umkämpfteste Posten im Team. Bislang teilten sich mit Jana Pollmer und Petra Nagy zwei Rechtshänderinnen den Job. Nagy konkurriert zudem mit Nadja Bolze am Kreis. Pollmer ist immer eine Alternative als Spielmacherin und auf halblinks - mit beiden wurden kürzlich erst die Verträge verlängert. „Im Vergleich zu anderen Teams in der 1. Liga ist bei uns die Situation entspannt“, findet Bremmer. Und freut sich darüber, dass ihr derzeit elf Feldspielerinnen zur Verfügung stehen - das gab’s in Bad Wildungen seit Jahren nicht. Aus dem Kader fehlt lediglich die Langzeitverletzte Angela Cioca. Die Rumänin macht nach einem Kreuzbandriss viel Krafttraining und joggt bereits, wird aber erst nächste Saison wieder spielen.

Im Vipers-Lager denkt man gern ans Hinspiel zurück. Da gewann die HSG mit 24:20 (acht Tore Bolze). „Bietigheim ist jetzt sicher stärker. Trotzdem bleibt das für mich ein zusammengewürfelter Haufen“, stellt Bremmer klar. Denn personell ist bei den Gästen viel in Bewegung. Ende Dezember wurde Martin Albertsen (u.a. 2006 Double-Gewinner mit dem HC Leipzig) als Nachfolger für Bo Andersen (früher Männer TG Münden) verpflichtet. Mit Tea Grubisic holte die SG zudem eine kroatische Nationalspielerin. Das ist auch einem immensen Verletzungspech geschuldet.

Mit der litauischen Spielmacherin Zivile Jurgutyte, Linksaußen Sanja Vlahovic und seit einer Woche auch Kreisläuferin Tanja Jorgensen fehlen gleich drei Asse wegen Kreuzbandrissen. Jammern gilt bei Erfolgscoach Albertsen aber nicht. „Dafür brauchen wir jetzt nur einen kleinen Bus“, sagt der Däne augenzwinkernd. Der 40-Jährige denkt weniger an Ergebnisse, sondern geht seine Aufgabe wie ein Chirurg an: „Ich habe eine kaputte Mannschaft übernommen, die ich nun Schritt für Schritt besser machen will.“ Der Anfang wurde beim 23:22 in Celle gemacht, wodurch die Baden-Württembergerinnen nur noch zwei Punkte hinter den Vipers liegen.

Von Sebastian Schmidt

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