Handball-Bundesliga

Bad Wildungen unterliegt 25:38 beim Tabellendritten

Nur selten konnten sich die Bad Wildunger Vipers in Metzingen so durchsetzen, wie auf unserem Bild Petra Nagy. Foto: Eibner

Metzingen. Frauenhandball-Bundesligist HSG Bad Wildungen hat vor 860 Zuschauern in der ausverkauften Metzinger Öschhalle die erwartete Niederlage beim Tabellendritten TuS Metzingen kassiert.

25:38 hieß es am Ende. Dabei muckten die Vipers zwar in der Startphase gehörig auf, doch nach zwölf Minuten hatten sie ihren Giftzahn verloren. Immerhin gewann Laura Vasilescu das Duell der Torjägerinnen gegen Shenia Minevskaja mit 12:5.

Bad Wildungens Spielertrainerin Tessa Bremmer hatte nach der Niederlage in Metzingen wenigstens im Kabinengang Grund zur Freude, als sie mitgeteilt bekam, dass die hinter den Vipers in der Bundesliga-Tabelle platzierten Teams SVG Celle (in Berlin) und Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern (bei Schlusslicht Trier) am Samstagabend auch leer ausgegangen waren. Der Abstand auf den ersten Abstiegsrang - Platz 13 - beträgt für die Nordhessinnen weiterhin fünf Punkte.

Die Partie beim Tabellendritten TuS Metzingen hingegen war nur in den ersten zwölf Minuten nach dem Geschmack der Spielertrainerin. „Wir haben gut angefangen. Unser Plan schien zunächst aufzugehen, zumal wir wussten, wie wir die starken Metzingerinnen unter Kontrolle bekommen können. Doch nach rund zwölf Minuten begannen wir plötzlich, zunehmend quer zu spielen und in zu wenige Eins-zu-Eins-Situationen im Angriff zu gehen.“

Verhängnisvoll gegen eine der schnellsten und athletischsten Mannschaften im nationalen Spitzenhandball. Die TusSies nutzten Fehlabspiele und Ballverluste der Vipers gnadenlos aus. Postwendend vorbei war es mit der Herrlichkeit der Bad Wildungerinnen, die zuvor die 860 Zuschauer in der Öschhalle durchaus überrascht hatten. Immerhin lag der Tabellenneunte bei den drittplatzierten Gastgeberinnen mit 2:0, 3:1, 4:2 und 5:3 in den ersten fünf Minuten in Führung.

Nach dem 5:5-Ausgleich durch Metzingens pfeilschnelle Rechtsaußen Marlene Zapf (8.) war freilich der Ofen aus. „Bei uns ließ die Aggressivität nach, durch die zunehmenden Fehler fingen wir uns laufend Gegentore durch Tempogegenstöße ein, wobei mich ärgerte, dass wir zu wenig und zu langsam zurückgelaufen sind“, sagte Tessa Bremmer. Schon zur Pause war der Rückstand auf 12:22 angewachsen.

Nach dem Seitenwechsel sandte Metzingens Trainer Alexander Job eine Reihe von Spielerinnen, die ansonsten eher wenig Einsatzzeit erhalten, aufs Hallenparkett. Die Vipers hielten nun deutlich besser mit und hatten beim Stand von 28:20 (42.) auf acht Treffer verkürzt. Mehr gelang aber nicht. In der Schlussphase schraubte Metzingen das Ergebnis von 31:22 zum 38:25-Endstand hoch.

Von Alexander Mareis

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