Handball: Vipers halten bei der 22:32-Pleite gegen Leverkusen viel Kampf dagegen

Meyfarth ein Lichtblick

Konnte mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft diesmal zufrieden sein: Bad Wildungens Trainer Markus Berchten, hier mit Jovana Jovovic (links) und Annika Busch. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Als die Viertelfinal-Partie im DHB-Pokal zwischen den Handballerinnen der HSG Bad Wildungen und Bayer Leverkusen angepfiffen wurde, fragten sich alle, wo die Zuschauer geblieben waren, die ansonsten in Scharen in die Ensehalle pilgern. Vielleicht 350 Zuschauer waren gekommen – seit Jahren war kein Heimspiel der HSG mehr so schlecht besucht.

Die Minuskulisse war sicherlich dem schwachen Auftritt gegen Göppingen (16:25) geschuldet. Und auch im Pokal erwartete angesichts der personellen Situation niemand so recht eine Wiedergutmachung.

Und genau so kam es auch. Aus dem vom Hallensprecher ersehnten „spannenden Pokalfight“ wurde nichts. Schon beim 2:11 nach 19 Minuten war jedem klar, dass es nur um Schadensbegrenzung gehen würde – und nicht um den Einzug ins Final-Four des Pokals.

Immerhin: Das funktionierte. Die Vipers bewiesen beim 22:32 Moral und hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut dagegen. Wobei zwei Spielerinnen in der Offensive bislang verborgene Qualitäten zeigten. Rückkehrerin Eine davon war Esther Meyfarth, die nach schwachem Beginn immer wieder zielstrebig die Lücken in der Bayer-Defensive suchte. Auch Kreisläuferin Andrea Willimann entwischte mehrfach der TSV-Deckung und traf dreimal ins Schwarze.

Trainer Markus Berchten zeigte sich am Ende auch zufrieden, dass seine Mannschaft nach klarem Rückstand nicht klein beigegeben, sondern sich weiter richtig gewehrt hatte. „Wir sind leider erst nach einer Viertelstunde ins Spiel gekommen“, sagte der Bad Wildunger Coach. „Das Spiel war insgesamt besser als das gegen Göppingen. Aber es war nicht gut genug, um ein Topteam wie Leverkusen in Gefahr zu bringen.“

Und auch die Fans waren am Ende versöhnt. Den Lohn für ihre engagierte Einstellung ernteten Berchtens Schützlinge wie gewohnt vor der Schlusssirene. Es gab im Gegensatz zum Samstag nämlich wieder stehend dargebrachte Ovationen von den Fans. Diesmal aber nur anderthalb Minuten lang.

Wohl weniger als Dank für spielerischen Glanz, sondern aus Respekt vor einer passablen kämpferischen Leistung der HSG, die nun vor dem Spiel in Trier (10. März) auf die Rückkehr von Sabine Heusdens hofft. (ppp)

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