HANDBALL HSG Bad Wildungen mit zwei Heimspielen

Vipers im Doppeleinsatz: Erst gegen Bensheim, dann gegen Leverkusen

Zunge raus und Augen zu: Die Bad Wildunger Torfrau Lea Schüpbach (rechts) versucht, einen Tempogegenstoßtreffer von Luisa Scherer vom Buxtehuder SV zu verhindern.
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Zunge raus und Augen zu: Die Bad Wildunger Torfrau Lea Schüpbach (rechts) versucht, einen Tempogegenstoßtreffer von Luisa Scherer vom Buxtehuder SV zu verhindern.

„Mindestens zwei Punkte“ möchte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer mit ihrer Mannschaft beim Heimspiel-Doppelpack gegen die HSG Bensheim/Auerbach (Freitag, 26. Februar, 19.30 Uhr) und gegen den TSV Bayer Leverkusen (Sonntag, 28. Februar, 16 Uhr) in der Ense-Halle holen.

Bad Wildungen - „Wir haben auch die Chance beide Spiele zu gewinnen“, sagt die Niederländerin, für die zwei Niederlagen „enttäuschend“ wären. Nachdem für die elftplatzierten Vipers nach dem wichtigen 30:20 (13:9)-Erfolg über die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bei nunmehr acht Zähler Vorsprung auf Relegationsrang 13 der Erstligaerhalt sicher erscheint, könnten die Südwaldeckerinnen mit den zwei möglich erscheinenden Erfolgen nach einem einstelligen Tabellenplatz in der Bundesliga schielen.

Neuzugang Patorra

„Die Stimmung ist bei uns hervorragend“, sagt Bremmer. Zu ihrer guten Laune hat auch der Transfer von Leonie Patorra (Bietigheim) zur kommenden Saison beitrug. „Sie ist eine richtig gute Verstärkung für uns“, freut sich die 37-Jährige über die gelernte Spielmacherin, die sich nach zwei Kreuzbandrissen zurückgekämpft hat. Im April 2018 hatte sich Patorra nach ihrem Erstligadebüt als 16-Jährige das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen und sich im November 2019 einen Riss des vorderen Kreuz- und Innenbandes ebenfalls im linken Knie zugezogen. „Ich hätte gerne mit ihr weitergearbeitet“, sagte SG-Trainer Markus Gaugisch. „Sie ist eine hochtalentierte, fleißige und zuverlässige Spielerin. Die Tür in Bietigheim bleibt für sie immer offen“, fügte Bietigheims-Sportdirektor Gerrit Winnen an.

Doch bevor das 63-Kilogramm-Leichtgewicht zu den Vipers kommt, wollen diese nach den Erfolgen gegen beim Vorletzten 1. FSV Mainz 05 (38:22) und dem Viertletzten Buchholz-Rosengarten auch gegen die Mittelfeldteams Bensheim und Leverkusen weiter punkten. „Wir haben Glück, dass wir zwei Heimspiele und somit keinen Reisestress haben, weil schon zwei Spiele in einer Woche für meine Mädels ungewohnt sind“, sagt Bremmer.

Kader fast komplett

Sie freut sich, dass sie bis auf die Langzeitverletzen Vanessa Magg und Alina Otto (beide Kreuzbandriss) auf ihren kompletten Kader zurückgreifen kann. Dass sie sich es gegen Buchholz sogar leisten konnte, deren Vertreterinnen Sabine Heusdens und Miranda Schmidt-Robben gar nicht einzusetzen, spricht für die neue Stärke der Vipers, die wohl noch nie über einen so ausgeglichenen Kader wie derzeit verfügten. Dass Bremmer die Qual der Wahl hat, könnte das größte Bad Wildunger Faustpfand bei dem ungewohnten Doppelspieltag sein.

So ist auch die gegen Buchholz nur wenig eingesetzte Spielmacherin Maxime Struijs nach ihrem Schleudertrauma wieder „richtig fit“, so Bremmer. Die Regisseurin dürfte neben Torfrau Manuela Brütsch, der Halbrechten Jana Scheib und Linksaußen Anna-Maria Spielvogel gegen Bensheim gesetzt sein, auch wenn sich Bremmer „nicht festlegen will“, was wohl auch trotz der passablen Leistungen von Marieke Blase und Larissa Platen gegen Buchholz auch für die Halblinke Munia Smits gilt.

Darüber, ob Annika Ingenpaß oder die gegen Buchholz überragende Maxi Mühlner gegen Bensheim am Kreis beginnen, dürften taktische Gründe entscheiden. Auf der Rechtsaußenposition winkt Kira Schnack, die gut trainiert hat“, so Bremmer, nach den zuletzt „nicht überzeugenden Leistungen“ von Vanessa Plümer eine neue Bewährungschance winkt. (Jürgen Heide)

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