Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen gelingt die Überraschung: 

Vipers mit Heusdens als Kreisläuferin zum Auswärtssieg in Oldenburg 

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Anspielstation gefunden: Die Bad Wildungerin Jana Scheib (Zweite von rechts), die von der Oldenburgerin Kathrin Pichelmeier (rechts) bedrängt wird, passt auf Kreisläuferin Sabine Heusdens (links), die von Malene Staal attackiert wird.

Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen haben ihre Misserfolgsserie  in der Bundesliga am Mittwoch mit einem Auswärtssieg in Oldenburg eindrucksvoll gestoppt.

Beim neuntplatzierten VfL Oldenburg gewannen die Vipers nach zuvor 0:6 Punkten und dem Sturz aufRelegationsplatz 13 mit 33:18 (15:9) und setzten damit ein dickes Ausrufezeichen im Kampf gegen den Abstieg aus der 1. Liga. 

„Ich bin super glücklich über die Leistung der Mannschaft. Bei uns hat endlich alles zusammengepasst. Wir haben gezeigt, was wir können. Ich hoffe, dass der Knoten jetzt bei uns geplatzt ist“, sagte Tessa Bremmer.

Oldenburgerin überrascht als Kreisläuferin

Die Bad Wildunger Trainerin hatte ihre Halblinke Sabine Heusdens völlig überraschend als Kreisläuferin aufgeboten. „Ich wusste, dass sie das kann. Ich wollte mit Maria Ines Da Silva Pereira und Maxime Struijs im Angriff spielen, um Tempo zu machen, und mir einen Abwehr-/Angriffswechsel ersparen. 

Zudem hätte unsere Kreisläuferin Annika Ingenpaß wegen ihrer Erkältung nicht durchspielen können“, sagte Bremmer. Als Heusdens, „sie hat das super gemacht“, so die Trainerin, von der ungewohnten Position ihren dritten von insgesamt sechs Treffern (!) von dort erzielte, führten die in der Abwehr bissigen Vipers mit 14:8 nach 24 Minuten.

Torfrau trotzt den Gegnerinnnen

Gestützt auf die starke Torfrau Manuela Brütsch, die bis zum 10:4 (13.) bereits sechs Bälle abgewehrt hatte, waren die Gäste traumhaft gestartet. Angeführt von der auf halblinks aufgebotenen torgefährlichen Spielmacherin Da Silva Pereira lag die HSG gegen die fahrig agierenden Oldenburgerinnen schnell mit 6:1 (8.) in Front und ließ den VfL danach trotz zwei Auszeiten von Trainer Niels Bötel bis zur 25. Minute nach dem 6:10 (17.) nicht näher kommen.

Weil auch die Halbrechte Jana Scheib Torgefahr ausstrahlte, lagen die Südwaldeckerinnen, bei denen Maxi Mühlner in der Abwehr für Regisseurin Struijs im Innenblock spielte, zur Pause vor 815 Zuschauern in der EWE--Arena, darunter neun euphorischen Vipers-Fans, mit 15:9 in Front und führten nach 37 Minuten mit 21:11.

Oldenburgerinnen unaufhaltsam 

Obwohl Bötel, „wir haben nie ins Spiel gefunden“, auf die siebte Feldspielerin, eine 4:2-Abwehr oder eine enge Deckung gegen Da Silva Pereira setzte und taktisch alles ausprobierte, ließen sich die Vipers, denen alles gelang, nicht stoppen. 

Selbst als Bremmer, „wir haben eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt“, nach dem 24:13 in der 45. Minute ihre Ersatzspielerinnen brachte, kam kein Bruch ins HSG-Spiel.

Vielmehr bauten die Gäste, bei denen bis auf Mühlner alle Feldspielerinnen trafen, ihre Führung sogar noch über das 27:14 (49.) von Ingenpaß mit links auf das 32:17 (58.) durch Vanessa Plümer aus. Danach beendeten die Bad Wildungerinnen die denkwürdige Partie bezeichnenderweise mit einem Tor von Da Silva Pereira per Kempa-Trick nach Anspiel von Plümer zum 33:18 (59.).

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