Handball: Vipers gehen gestärkt aus knapper Niederlage – Video auf www.hna.de

Pech mit dem Aluminium

Ging dahin, wo es weh tut: Miranda Robben (Mitte), hier gegen Nadesha Nadgornaja (links) und Katrin Engel, stellte sich einmal mehr voll in den Dienst der Mannschaft. Foto:  Kaliske

Bad Wildungen. Im Sport gibt es Niederlagen, die demoralisieren. Das 19:31 im Hinspiel beim Thüringer HC war so eine für die HSG Bad Wildungen. Und es gibt welche, die Mut machen. Dazu gehört für den heimischen Handball-Bundesligisten das 21:22 (9:12) im Rückspiel am Samstagabend in der Ensehalle.

„Wenn wir so in Blomberg auftreten, gewinnen wir“, war sich Petra Diener sicher. Klar, die Partie in zwei Wochen beim punktgleichen Tabellennachbarn HSG Blomberg-Lippe wird richtungsweisend sein, ob es die Vipers gleich in ihrer ersten Erstliga-Runde schaffen, sich mit der Teilnahme an den Play-Offs für gute Leistungen zu belohnen.

So stark wie selten zuvor präsentierte sich die Abwehr der HSG. Allein beim 28:21 gegen Trier kassierten sie einen Treffer weniger. Und der Deutsche Meister traf nur beim 21:22 beim Buxtehuder SV seltener. Im zweiten Durchgang hatte das Team von Trainer Markus Berchten sogar mit 12:10 die Nase vorn – das fanden nicht nur die Zuschauer meisterlich. „Die Abwehr hat super gearbeitet. Darauf können wir stolz sein“, freute sich Diener. Mit teilweise spektakulären Fuß-Paraden hielt sie ihr Team stets auf Kurs. Und als beim Stand von 12:17 in der 42. Minute Julia Gronemann ins Spiel kam, schlüpfte sie ebenfalls in eine Parade-Rolle. Was bemerkenswert ist, weil Berchten im ersten Durchgang Ruta Latakaite, Sabine Heusdens und Marinda Van Cappelle im Rückraum durchspielen ließ und nach dem Wechsel sich allein Esther Meyfarth beweisen durfte, was sie mit Bravour tat.

Die verletzte Leistungsträgerin Cristina Mihai nahm das mit Freude zur Kenntnis. Heute steht für die 35-Jährige der nächste Arzttermin an. Bald wird die Schraube im Fuß herausoperiert, in zwei bis drei Wochen möchte sie mit dem Aufbautraining beginnen. Unklar allerdings, für welches Team. „Ich hatte bislang ein Gespräch über eine mögliche Vertragsverlängerung. Das Interesse ist von beiden Seiten da, aber sicher ist noch nichts“, macht Mihai deutlich. Abhängig ist das davon, wo sie eine Ausbildungsstelle findet, um in der beruflichen Zukunft nichts dem Schicksal überlassen zu müssen.

Mit dem Schicksal hadern mussten Mihais Teamkolleginnen gegen den THC. Denn im ersten Durchgang trafen Miranda Robben, Sabine Heusdens und Ruta Latakaite zusammen sechsmal Pfosten oder Latte. Die Thüringerinnen waren nur einmal auf das Aluminium angewiesen. Willemajn Karsten traf die Latte - der Ball landete von dort zum 9:10 im Tor. Das war ein Grund, warum sich die Gäste knapp behaupten konnten. Grund zur Trauer hatten die Vipers dagegen nach dem Abpfiff in keinem Fall.

Von Sebastian Schmidt

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