Handball-Bundesliga: Ersatzgeschwächte Vipers verlieren in Blomberg 23:30

Playoffs in weiter Ferne

An die Gurgel: Sabine Heusdens von den Bad Wildungen Vipers (links) muss sich gegen Karen Knutsdottir behaupten. Foto: Kaliske

Blomberg. Im Kampf um die Teilnahme an den Meisterschaftsplayoffs in der Handball-Bundesliga musste die HSG Bad Wildungen gestern den wohl entscheidenden Rückschlag einstecken. Beim direkten Konkurrenten HSG Blomberg-Lippe unterlagen die Südwaldeckerinnen mit 23:30 (11:17). Blomberg liegt nun in der Tabelle wieder vor den Vipers, die zudem das weitaus schlechtere Torverhältnis aufweisen.

Die Voraussetzungen standen auf Seiten der Gäste schon vor dem Anpfiff schlecht. Die Vipers mussten auf Cristina Mihai, Ruta Latakaite und Jovana Jovovic verzichten, Andrea Willimann ging zudem angeschlagen in die Partie. Gerade im Rückraum hatte Trainer Markus Berchten kaum Variationsmöglichkeiten.

Der Schweizer begann mit Esther Meyfarth auf der Spielmacherposition. Doch die Bad Wildungerin konnte wie ihre Teamkolleginnen kaum Akzente setzen. Die HSG geriet nach einer zerfahrenen Anfangsphase schnell auf die Verliererstraße. Blomberg-Lippe, das zu Beginn sehr nervös agierte, baute nach einem 4:3 (9.) die Führung schnell auf 7:3 aus (12.).

Bad Wildungen unterliefen in dieser Phase vor allem im Angriff viele leichte Fehler. In der Abwehr fingen sich die Vipers zahlreiche einfache Tore über an den Kreis.

Stark bei den Gastgeberinnen spielte zudem Xenia Smits, die ehemalige Bad Wildungerin traf immer wieder von der linken Rückraumposition.

„Wir waren in der ersten Hälfte immer einen Schritt zu spät“, war Markus Berchten mit der Einstellung seiner Spielerinnen im ersten Abschnitt überhaupt nicht zufrieden. „Wir haben nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Nämlich 100 Prozent Einsatz zu zeigen.“

Immerhin: Die kämpferische Einstellung bei seiner Mannschaft stimmte nach dem Wechsel. Die Vipers ließen die Köpfe nicht hängen und versuchten, den Rückstand in Grenzen zu halten. Das gelang, auch wenn Kreisläuferin Tessa Cocx früh in der zweiten Hälfte nach der dritten Zeitstrafe vom Feld musste.

Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Gäste beim 20:25 und einer Zeitstrafe gegen Blomberg sogar wieder etwas näher in Schlagdistanz. Mehr verhinderte eine nun wieder zunehmende Fehlerquote, die Blomberg konsequent ausnutzte und die Führung wieder ausbaute. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen mit 30:23, während die Spielerinnen der Vipers spürbar die Köpfe hängen ließen.

Anders die Stimmungslage bei Blomberg. „Das war ein verdienter Sieg in einem wichtigen Spiel“, sagte Trainer Andre Fuhr, der allerdings mit Blick auf die hohe Fehlerquote auf beiden Seiten auch zugab: „Wir haben heute kein gutes Spiel gesehen.“

Von Thorsten Spohr

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