Handball-Bundesliga: Bad Wildungerin zieht sich Außenbandverletzung zu

Robben fehlt im Pokal

Außenband kaputt: Miranda Robben - Außenspielerin der HSG Bad Wildungen – muss im Pokal-Achtelfinale gegen Celle am Samstag wahrscheinlich eine Zwangspause einlegen. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen muss am Wochenende auf Miranda Robben verzichten. Wie eine Untersuchung am gestrigen Montag ergab, zog sich die Außenspielerin eine Außenbandverletzung am Sprunggelenk zu. „Auch wenn so was schnell gehen kann: Ich rechne nicht damit, dass Miri gegen Celle spielen kann“, sagte Trainer Markus Berchten gestern. „Die Gesundheit der Spielerin geht da klar vor.“

Im Pokal am Samstag muss Berchten auf Linksaußen umplanen. Wahrscheinlich ist, dass Jovana Jovovic dort beginnen wird – sie ersetzte Robben in Leipzig. „Sicher können wir Miranda nicht zu 100 Prozent ersetzen. Aber wir sind dort besser aufgestellt, als viele denken“, so Berchten. Zumal die Vipers die Rückkehr von Esther Meyfarth vermeldeten (siehe weiteren Text) – auch sie kann Linksaußen eingesetzt werden.

Die Nachricht von Robbens Verletzung trübte ein wenig die Freude über den unerwarteten 28:26-Auswärtscoup der HSG in Leipzig. Zusammen mit dem Sieg in Leverkusen und dem Heimerfolg über Frankfurt/Oder gelangen den Vipers zuletzt drei „Big-Points“, die man vorher nicht eingeplant hatte. „Eigentlich hatte ich damit gerechnet, aus diesen Spielen null Punkte zu holen“, gab Trainer Markus Berchten freimütig zu.

Was unstrittig ist: Die Vipers sind in einer bestechenden Form – und der Trainerwechsel von Sören Jeppesen zu Berchten im Dezember hat sich ausgezahlt. Die HSG spielt nicht nur personell deutlich variabler, sondern hat auch in der Abwehr ihre in der Hinrunde bisweilen verlorene Stärke zurückgewonnen.

Deutlich wird das zum Beispiel auf der Torhüterposition. Petra Diener hat zuletzt überragend gehalten, nachdem sie in der Hinrunde kaum überzeugen konnte. Berchten sieht das im engen Zusammenhang mit der Steigerung der Vipers-Abwehr. „Wenn die Abwehr den Gegner härter attackiert, dann haben es die Torhüterinnen einfacher“, so der Schweizer. „Und Petra spürt das Vertrauen, das ich und das Team ihr entgegen bringen.“

Angst, dass sein Team nach dem Erfolg gegen Leipzig abheben könnte, hat Berchten nicht. „Dazu ist die Mannschaft zu erfahren“, glaubt der Vipers-Coach. Dennoch will er in dieser Woche vor dem vermeintlich leichten Pokalspiel gegen das Ligaschlusslicht darauf achten, dass sich im Training kein Schlendrian einschleicht. „Dinge, die wir vielleicht im Vorfeld des Leipzig-Spiels haben durchgehen lassen, werden wir dann deutlich ansprechen“, kündigt Berchten an.

Berchten: Noch sechs Punkte

Der nimmt jetzt mit seinem Team die Playoff-Plätze ins Visier. Zwar will er weiter nur von Spiel zu Spiel schauen. „Doch die Mannschaft ist heiß auf die Playoffs.“

Zumal die HSG alle Trümpfe selber in der Hand hat. „Sechs Punkte brauchen wir noch, um die Runde zu erreichen“, rechnet Berchten vor. Und diese Rechnung kann schnell aufgehen. Denn die Auswärtsaufgaben in Celle und Trier sind lösbar, dazu kommt mit Göppingen der wohl ärgste Konkurrent um die Playoff-Plätze am 25. Februar in die Ense-Sporthalle.

Von Thorsten Spohr

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