HSG Bad Wildungen ist beim 29:40 gegen Tabellenführer Dortmund chancenlos

Rote Karte gegen Heusdens bricht Vipers endgültig das Genick

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Treffsicher: Die Bad Wildungerin Alina Otto (Mitte) hat Inger Smits (Dortmund, links) versetzt und nimmt das Gehäuse von Isabell Roch (BVB) ins Visier.

Bad Wildungen. Bei der 29:40-Niederlage gegen Borussia Dortmund gab es für die Wildunger Bundesliga-Handballerinnen am Freitag nichts zu holen. 

Der Wille war da, doch auch die Erstliga-Handballerinnen der HSG Bad Wildungen haben es nicht geschafft, die weiße Weste von Borussia Dortmund zu beschmutzen. Mit 29:40 (14:20) verloren die Vipers am Freitag vor 1000 Zuschauern in der aus allen Nähten platzenden Ense-Halle gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter.

„Wir haben im Angriff richtig gut gespielt, während wir in der Abwehr vor allem in der ersten Halbzeit richtig schlecht waren. 40 Gegentore sind einfach zu viel“, sagte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer.

Bis zum 4:3 (5.) lagen die Südwaldeckerinnen sogar in Front, bevor der BVB Ballverluste gnadenlos bestrafte und sich nach dem 5:4 (7.) und 8:5 (10.) kontinuierlich über das 11:7 (14.) auf 20:13 (28.) absetzte. Daran änderten auch zwei Auszeiten von Bremmer bereits nach 21 Minuten nichts. Das lag vor allem daran, dass sich die Gastgeberinnen jedes Tor erkämpfen mussten, während sich der souverän auftretende Spitzenreiter seine Treffer erspielte.

Bei den Vipers zeigte sich die für Maria Ines da Silva Pereira in der Startsieben stehende Spielmacherin Maxime Struijs im Angriff stark verbessert. „Sie hat sich vorne extrem gesteigert und ein richtig geiles Spiel gemacht“, sagte Bremmer.

Während bei der HSG Ersatztorfrau Anne Bocka wegen einer Fußverletzung ausfiel, fehlte beim BVB Rinka Duijndam (Nasenoperation).

Die suspendierte tschechische HSG-Rechtsaußen Anna Frankova wurde von Linksaußen Anna-Maria Spielvogel vertreten, wobei die Rechtshänderin kaum Torgefahr ausstrahlte, während sich auf links Alina Otto treffsicher zeigte. „Sie hat sehr gut gespielt“, lobte Bremmer die Rückkehrerin. Zwar verkürzte die kampfstarke HSG nach der Pause auf 16:20 (33.) und hielt bis zum 18:22 (35.) mit, bevor der BVB aufdrehte und auf 26:18 (42.) davonzog.

Dass Heusdens kurz zuvor nach einem Foul an Aleksandra Zych die Rote Karte gesehen hatte, ließ die letzten Hoffnungen bei den Vipers schwinden. „Das hat uns das Genick gebrochen“, fand Bremmer die Bestrafung viel zu hart. Nach dem 27:18 (43.) war der Rest bis zum 40:29-Erfolg nur noch Formsache für die starke Borussia, während bei der HSG ab der 54. Minute Neuzugang Vanessa Plümer (Frankfurter HC) nach ihrer auskurierten Schulterverletzung noch ihr Pflichtspieldebüt gab.

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