Wildunger Handballerin zieht ein positives Fazit ihres Kurzzeit-Comebacks 

Schmidt-Robben: „Nicht gedacht, dass es so ausartet“

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So kennen sie die Fans: Miranda Schmidt-Robben mit ihrer typischen Pose beim Torjubel.

Bad Wildungen - Mit ihrer Erfahrung hat Miranda Schmidt-Robben zum Aufwärtstrend der HSG Bad Wildungen im Jahr 2020 in der Handball-Bundesliga beigetragen. Sie zieht ein positives Fazit.

Nach ihrer Rückkehr war „Miri“ sofort wieder Stammspielerin bei den Vipers, die die wegen des Coronavirus vorzeitig abgebrochene Saison auf Platz zwölf abschlossen. Die frühere niederländische Nationalspielerin, die in ihren neun Spielen 31 Treffer erzielte, bewertet ihr Comeback im Interview positiv.

Frau Schmidt-Robben, wie fällt die Bilanz Ihres Comebacks aus?

Ich denke, dass das nach eineinhalb Jahren Pause, in der ich mich selbst fit gehalten und zwischenzeitlich noch einen Sohn bekommen habe, gut gelungen ist. Ich denke, dass ich fit war und dass ich der Mannschaft als Führungsspielerin mental und auch handballerisch gut geholfen habe. Ich bin im Januar davon ausgegangen, dass ich jeweils zehn Minuten pro Halbzeit spiele. Da es dann so ausgeartet ist, dass ich fast immer durchgespielt habe, hätte ich wirklich nicht gedacht.

Sie haben als Rechtshänderin meist Rechtsaußen gespielt und weniger auf Ihrer Lieblingsposition auf Linksaußen. War das ein Problem?

Ich wollte der Mannschaft helfen und hätte sogar am Kreis gespielt. Durch den Abgang von Rechtsaußen Anna Frankova hat da eine Spielerin gefehlt, auch weil Vanessa Plümer nach ihrer Schulteroperation gerade erst wieder fit war.

Wie prekär war die sportliche Situation der Bad Wildunger Vipers bei Ihrer Rückkehr?

Die Mädels standen unten drin, waren in einer negativen Spirale und hatten ein bisschen Angst, dass sie absteigen könnten. Ich habe ihnen gesagt, dass noch nichts verloren ist und ich habe auch nie gedacht, dass wir absteigen könnten. Ich glaube, dass die Mannschaft den Klassenerhalt auch ohne mich geschafft hätte. Nach der Niederlage gegen Mainz habe ich in der Kabine gesagt, dass wir einfach weitermachen und die zwei Punkte in Oldenburg holen, was auch geklappt hat. Auch wenn die Saison nicht abgebrochen worden wäre, wären wir dringeblieben. Auch wegen des 27:27 in Bensheim wäre es bei uns noch einmal bergauf gegangen.

Schließen sie ein nochmaliges Comeback bei den Vipers aus?

Man soll nie nie sagen. Aber eigentlich habe ich das nicht vorgesehen.

Zur Person:

Miranda Schmidt-Robben (33) spielte vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2018 für die HSG Bad Wildungen, im vergangenen Januar gab sie ihr Comeback. Schmidt-Robben lebt mit ihrem Ehemann und Vipers-Physiotherapeut Thomas Schmidt sowie den Söhnen Leo (5) und Jari (1) in Höringhausen. Die Linksaußen arbeitet als Veranstaltungskauffrau und nebenberuflich als Athletik- und Fitnesstrainerin (www.811-training.de).

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