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Zwangspause für die Vipers: Sechs Spielerinnen positiv getestet

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Der Ball ruht vorerst beim Handball-Bundesligisten HSG Bad Wildungen. Sechs Spielerinnen der Vipers wurden positiv auf Corona getestet.
Der Ball ruht vorerst beim Handball-Bundesligisten HSG Bad Wildungen. Sechs Spielerinnen der Vipers wurden positiv auf Corona getestet. © Jens Kaliske

Nachdem am Montagmorgen eine weitere Spielerin der HSG Bad Wildungen Vipers mithilfe eines Schnelltests positiv auf Corona getestet wurde, zog der Verein die Notbremse.

Bad Wildungen - Bundesligist HSG Bad Wildungen bat den Liga-Vorstand (HBF), das für Mittwoch angesetzte Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund ausfallen zu lassen. Dies teilte Vereinssprecher Simon Hallenberger am Montag mit.

Die HBF habe der Absage zugestimmt, obwohl die Wildunger noch nicht die eigentlich dafür notwendige Zahl erreicht hätten. Mehr als die Hälfte des Kaders müsse spielunfähig sein, um einen Ausfall zu rechtfertigen. Da aber noch nicht klar sei, wie die weiteren Testergebnisse ausfallen werden, habe die HBF der Spielabsage zugestimmt, sagte Hallenberger.

„Das wäre unverantwortlich“

„Wenn wir nicht wissen, ob jemand infiziert ist oder nicht, können wir sie nicht aufs Spielfeld stellen, das wäre unverantwortlich“, betonte der Vipers-Manager. Neue Spieltermine für die zwei ausgefallenen Spiele der Vipers gegen Dortmund und beim Buxtehuder SV stehen noch nicht fest.

„Stand jetzt, Montag, wurden bei uns sechs Spielerinnen positiv getestet“, sagte Hallenberger und korrigierte einen Bericht dieser Zeitung, dass bereits alle Spielerinnen am Wochenende einem PCR-Test unterzogen worden seien. „Das waren noch alles Schnelltests, danach mussten wir die PCR-Tests bestellen und wir werden die Mannschaft jetzt damit noch einmal testen lassen.“

Auf die Frage, wie lange das Team mit Trainerin Tessa Bremmer und Betreuern in Quarantäne gehen müssen, wies Hallenberger darauf hin, dass diese Frage noch ungeklärt sei.

„Wir sind ja gerade in der Wechselzeit der Verordnungen des Landes Hessen und ich rechne in den kommenden Tagen damit, dass die neue Fassung gilt“, sagt Hallenberger.

Quarantänezeit verkürzt

Danach würde die Quarantäne-Zeit für Geimpfte und Genesene verkürzt. Künftig soll Kontaktpersonen die Quarantäne sogar erspart bleiben, wenn sie geboostert, frisch zweimal geimpft, geimpft und genesen oder frisch genesen sind. „Wenn alles so kommen sollte, könnte ein Teil der Mannschaft Ende der Woche wieder trainieren, zum Glück ist bisher niemand vom Trainer- und Betreuerstab infiziert“, sagt Hallenberger, der auch froh darüber ist, dass das Corona-Virus die Spielerinnen nicht so stark angegriffen habe. „Schwere Erkrankungen haben wir nicht, die eine Spielerin fühlt sich sehr matt und müde, bei der anderen kratzt es mehr im Hals.“

Dass das Virus nun die Vipers heimsucht, erhöht auch leicht die Kosten für den Verein. „Wenn wir mit den PCR Tests die Mannschaft noch einmal checken, zahlt das nicht die Krankenkasse, sondern das geht auf unsere eigenen Kosten. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, die wir aber auch tun müssen.“

Eine neue HBF-Anordnung ist gestern in Kraft getreten, danach muss jede Spielerin vor jedem Spieltag einen Schnell- und einen PCR-Test über sich ergehen lassen.

Auch Simon Hallenberger trifft dieser Krankheitsausbruch auf eine besondere Weise: Der Manager weilt derzeit im Urlaub und er muss diesen Vorfall mit vielen Telefonaten und Schreiberei vom Allgäu aus regeln.

„Das ist jetzt egal, wenn wir ohne gesundheitlichen Schaden aus dieser Situation herauskommen, und so zeichnet es sich derzeit ab, dann ist alles gut. Die Mädels gehen auch gut mit der Situation um und verhalten sich entsprechend. Das muss jetzt halt alles getan werden.“ (Reinhard Schmidt)

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