1. Handball-Bundesliga der Frauen: Bad Wildungen reist zu FrischAuf Göppingen

Ein Sieg zur Beruhigung

Abwehr ist gefordert: Laura Vasilescu (rechts) und Sarah van Gulik (links), hier im Hinspiel gegen Maike Daniels, müssen in der Defensive hellwach sein. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Buxtehude ist abgehakt. Mit der 21:35-Niederlage gegen den Bundesliga-Tabellenführer wollen sich die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen nicht wirklich lange beschäftigen. Zumal schon am Sonntag die nächste Aufgabe wartet – und die ist in Sachen Abstiegskampf deutlich wichtiger: Die Vipers treten ab 16 Uhr bei FrischAuf Göppingen (Hinspiel: 23:23) an.

„Das ist eine Mannschaft, die wir schlagen können und die wir gerne weiter hinter uns lassen möchten“, unterstreicht Trainerin Tessa Bremmer. Und sie fügt hinzu: „Es wäre schon für uns beruhigender, wenn wir dort etwas mitbringen würden.“

Denn im Abstiegskampf rückt das Feld immer dichter zusammen. Nur noch drei Punkte beträgt der Bad Wildunger Vorsprung auf die gefährdeten Plätze. Wobei Bremmer das Wort „nur“ lieber streicht. „Wir haben drei Punkte Vorsprung“, gibt sie sich lieber betont selbstbewusst. Zumal die Niederländerin unterstreicht, dass ihr Team das einfachere Restprogramm habe. „Wir haben noch in vier Spielen gute Chancen, zu punkten.“

Eines davon ist die Partie in Göppingen, wobei Bremmer auch nicht entgangen ist, dass FrischAuf im Aufwind ist. Zuletzt gelangen zwei Siege, dank denen Göppingen die beiden Abstiegsränge verlassen konnte. „Sie haben sich noch einmal deutlich verstärkt. Das ist nicht mehr die Mannschaft aus der Hinrunde“, so Bremmer.

Die Stärken Göppingens liegen laut Bremmer klar im Angriff, sie warnt vor allem vor dem wurfkräftigen Rückraum. Ihr Plan, um FrischAuf den Spielfluss zu nehmen: „Wir müssen aggressiv stehen und unterbrechen, unterbrechen, unterbrechen.“

Klappt dies, würde auch der Druck im Angriff sinken. Überhaupt ermahnt Bremmer ihre Offensive zu hoher Konzentration. Denn eines hat ihr beim Spiel gegen Buxtehude einmal mehr nicht gefallen: Die Vipers spielten zu hektisch – die vielen Fehler bestrafte der Tabellenerste konsequent per Tempogegenstoß. „Wir müssen abgeklärter spielen“, so Bremmer, die aber auch insgesamt mehr Selbstvertrauen fordert. „Es kann nicht sein, dass wir zu viel quer spielen und warten, bis Laura Vasilescu auf das Tor wirft.“ Oder anders gesagt: Bremmer will Torgefahr von allen Positionen. Dann stünden die Chancen nicht schlecht: „Wenn wir die großen Spielerinnen in Göppingens Abwehr in Bewegung bringen, sind die Lücken da.“ Personell hat Bremmer alle Spielerinnen an Bord.

Von Thorsten Spohr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.