Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen erwartet den Tabellenletzten

Sieg über Halle im Heimspiel für die Vipers Pflicht

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Foulspiel: Die Bad Wildunger Rückraumspielerin Mariel Beugels (links) wird von den Blombergerinnen Kathrin Pichlmeier und Kamila Kordovska (von links) bedrängt.

Bad Wildungen. „Halle hat mehr Druck wie wir. Für sie ist es fast die letzte Chance mit einem Sieg bei uns dem Abstieg noch zu entgehen“, sagt Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer vor dem Bundesligaspiel am Samstag (19 Uhr, Ense-Halle) gegen den nur vier Punkte aufweisenden Tabellenletzten.

Ein Sieg des Neulings würde jedoch die Vipers ganz tief in den Abstiegskampf stürzen, da diese in den folgenden acht Partien bis Saisonende einzig zu Hause gegen den Vorletzten TV Nellingen als Favorit anzusehen sind. Zudem hat der Zehnte mit zehn Punkten nach dem Spiel gegen den Neuling nur noch drei Heim- aber fünf Auswärtsspiele.

Das größte Manko der HSG ist aber ihr durch die Ausfälle der fünf Langzeitverletzten Lisa-Marie Preis, Marieke Blase, Annika Busch, Laura Vasilescu sowie Maxime Struijs der kleine Kader, dessen „großen Substanzverlust“, die Trainerin bereits jetzt, alle laufen bei uns mit Schmerzen oder einem Tape rum“, nachvollziehbar beklagt.

Weil bei der Schweizer Halblinkem Romy Bachmann-Morf beim 20:22 bei Borussia Dortmund ihre alte Verletzung an der linken Wade wieder aufbrach, kann Bremmer gegen Halle-Neustadt nur auf zehn Spielerinnen zurückgreifen. „Das wird ein schwieriges Spiel für uns, gerade im Angriff, weil wir uns da auf Halles 3:2:1-Deckung einstellen müssen“, sagt Bremmer, die davon ausgeht, dass die Abwehrleistung ihrer Mannschaft über den Spielausgang entscheiden wird. Im Angriff erhofft sie sich wesentlich mehr Torgefahr als in Dortmund, wo besonders die Linksaußen Sina Ritter und Anna-Maria Spielvogel viele Fehlversuche hatten. Auch die Halbrechte Anouk Nieuwenweg strahlte zuletzt nur wenig Toregefahr, wobei die Niederländerin durch den Ausfall von Preis als einzige gelernte Halbrechte hoch belastet ist.

„Zuletzt hat bei uns nur Sabine Heusdens konstant gut gespielt“, sagt Bremmer über ihre Landsfrau die nach den verletzungbedingten Ausfällen die Führungsrolle bei der HSG übernommen hat. „Ich hoffe, dass andere Spielerinnen sie entlasten“, sagt Bremmer. 

Auch den vergebenen Punkten beim 27:28 bei der Neckarsulmer Sport-Union trauert Bremmer noch nach. Aufgrund ihres Mini-Kaders verwundert ihre Aussage hinsichtlich des Klassenerhalts, „dass wir mit einem Sieg über Halle so gut wie durch sind und dann vielleicht noch zwei Punkte brauchen.“ Dies begründet sie mit dem schwereren Restprogramm der Mitkonkurrenten Nellingen (sieben Punkte), Bensheim-Auerbach (acht) und Neckarsulm (neun).

„Bei einem Sieg könnten wir ganz entspannt sein“, sagt Bremmer, die weiß, dass bei einer Niederlage die restlichen Spiele zu „einer Kopfsache“ für ihr Team, für das ein Sieg Pflicht ist, werden würden.

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