Handball: Trainer Markus Berchten zu den Problemen im Bad Wildunger Rückraum

„Sind leichter ausrechenbar“

Bad Wildungen. Vor einer schwierigen Aufgabe steht Markus Berchten in den kommenden Tagen. Der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Bad Wildungen muss das Fehlen von zwei Rückraumspielerinnen kompensieren – und das ausgerechnet vor den beiden wichtigen Spielen zu Hause gegen Göppingen und im Pokal gegen Leverkusen.

„Wir sind jetzt noch leichter ausrechenbar“, kommentierte Berchten die Sperre von Sabine Heusdens, deren genaue Länge erst nach einer Anhörung durch die Liga bekannt gegeben wird. Die linke Rückraumspielerin der HSG handelte sich in Celle eine Rote Karte ein, nachdem sie ihrer Gegenspielerin einen Vogel gezeigt hatte. Zwei Pflichtspiele wird sie aller Voraussicht nach fehlen. Da auch Cristina Mihai verletzt ausfällt, muss Berchten seinen kompletten Rückraum neu ordnen.

Wie genau er mit dem weiteren Ausfall umgehen will, weiß der Schweizer noch nicht. „Ich habe noch sieben Einheiten vor mir. Da müssen wir schauen, was wir machen.“ Geblieben sind ihm nur noch drei Rückraumspielerinnen: Ruta Latakaite, Marinda van Cappelle und Esther Meyfarth.

Dazu dürfte wohl auch in den kommenden Spielen Kreisläuferin Tessa Cocx in den Rückraum rücken. Schon in Celle spielte die Holländerin zeitweise auf der Spielmacherposition, die eigentliche Regisseurin Latakaite wechselte auf die Halbpositionen.

Zufrieden war Berchten auch mit der Vorstellung von Esther Meyfarth, die nach ihrer Rückkehr in Celle gut 30 Minuten lang zum Einsatz kam. „Im Angriff hat sie gut gespielt und versucht, den Ball schnell laufen zu lassen“, so der Vipers-Coach. „In der Abwehr hat man gemerkt, dass ihr noch ein wenig die Schnelligkeit fehlt.“

Jovovic nur auf der Bank

In Celle keine Option war überraschend Jovana Jovovic, die nur auf der Bank saß. Zum einen lag das an der ordentlichen Vorstellung von Meyfarth, zum anderen aber auch daran, dass Berchten mit ihrer Trainingsleistung unter der Woche nicht zufrieden war.

Generell dürfte sich das Bad Wildunger Spiel in den nächsten beiden Partien ändern. Gewannen die Vipers zuletzt ihre Stärke durch den Rückraum und über Tessa Cocx am Kreis, dürfte die HSG nun vermehrt auf eins-gegen-eins-Situationen setzen. „Die gegnerischen Abwehrreihen werden nicht mehr so weit rauskommen, wie noch zuletzt“, befürchtet Berchten. „Deswegen müssen wir die Deckung vermehrt in die Breite ziehen.“ (tsp)

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