Bisherige Bilanz von Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen

So stehen die Vipers in der Bundesliga: Vier Punkte zu wenig

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Bezeichnendes Bild: Viper Sabine Heusdens liegt nach der 20:33-Heimklatsche gegen Metzingen am Boden.

Vom Saisonziel Rang acht ist die HSG Bad Wildungen nur zwei Punkte entfernt. Gleichzeitig stehen die Vipers mit 4:12-Zählern wegen besserer Tordifferenz nicht auf dem Abstiegsrang.

Die Lage

Die HSG kann mit dem Saisonverlauf überhaupt nicht zufrieden sein. „Wir haben als Mannschaft enttäuscht und nur die Minimalausbeute erreicht. Wir hätten zwei Punkte mehr haben müssen, aber auch vier mehr haben können“, sagt Tessa Bremmer, die sich nur über das glückliche 28:27 über Neckarsulm und den 39:26-Sieg in Halle freuen konnte, während die HSG gegen Göppingen (21:24) und Leverkusen (23:27) enttäuschte. Und das, obwohl sie über einen breiteren Kader als in der vergangenen Saison verfügt.

Die Probleme

„Der größere Konkurrenzkampf und die ungewohnten Rollen für einige Spielerinnen haben zu einer Unsicherheit geführt, auch weil sich die Spielerinnen, besonders wenn sie von der Bank kommen, gleich beweisen wollen“, sagt die Trainerin. Sie beklagt die fehlende Konstanz vor allem im Rückraum, in dem nur die Halbrechte Anouk Nieuwenweg überzeugen konnte. Das gelang Sabine Heusdens teilweise, während die langjährige Torjägerin Laura Vasilescu bisher eine eher schwache Saison spielt. Die neue Spielmacherin Maxime Struijs (Göppingen) enttäuschte zuletzt völlig, was Bremmer, „sie kann eigentlich alles“, auch bei ihr auf eine „Kopfsache“ zurückführt. „Wir brauchen mehr Zeit, als wir gedacht haben und haben deutlich mehr Qualität, als wir abgerufen haben“, sagt die Niederländerin, die eine Führungsspielerin vermisst, „die aufsteht und Ruhe reinbringt“. Schnellstmöglich Konstanz, fordert die 35-Jährige. „Wir haben ein mentales Problem, wenn es eng wird. Dann haben wir nicht die Nerven und die Geduld, sondern überdrehen fast ein bisschen“, analysiert Kapitänin Manuela Brütsch das zuletzt teilweise chaotische Angriffsspiel.

Die Lichtblicke

War zunächst die Deckung nach dem Abgang von Abwehrchefin Tamara Haggerty (Metzingen) das Problem, hat sich der Innenblock mit der Hereinnahme von Maxi Mühlner (Midtylland) stabilisiert. Neben der erst 17-jährigen neuen Abwehrchefin ist Kreisläuferin Annika Ingenpaß (Metzingen), die mehr Torgefahr als Haggerty ausstrahlt, im Angriff ein Lichtblick. Neben Nieuwenweg ragt nur Brütsch als Konstante heraus, die von Ersatztorfrau Anne Bocka gut unterstützt wird.

Der Ausblick

Dass die abwehrstarke Rechtsaußen Annika Busch (Knieverletzung mit Knorpelabsplitterung) lange auszufallen droht  oder sogar von Karriereende gesprochen wird, und es für Torjägerin Nieuwenweg nach der Kreuzbandoperation von Lisa-Marie Preis keine Linkshänderin als Alternative gibt, verheißt nichts Gutes. Bremmer will aber „noch nicht nach unten gucken. Das Ziel einstelliger Tabellenplatz bleibt“, sagt sie, während Brütsch mahnt, „dass wir uns mit Abstiegskampf befassen müssen, wenn wir zwischen den Jahren in Oldenburg und in Nellingen nicht gewinnen.“

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