Handball-Bundesliga, Frauen

Wegen Coronafällen beim Gegner: Bad Wildunger Spiel gegen Bietigheim abgesagt

Bad Wildungens Kreisläuferin Annika Ingenpaß (links), die hier  gegen die SG BBM-Spielerinnen Anna Loerper (Mitte) und Kim Naidzinavicius frei zum Sprungwurf kommt. Szene aus der Handball-Bundesliga der Frauen aus der Saison 2019/20 in der Bad Wildunger Ense-Sporthalle.
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Hatte am Mittwoch wegen Coranafällen bei Bietigheim kurzfristig spielfrei: Bad Wildungens Kreisläuferin Annika Ingenpaß (links), die hier in der Vorsaison gegen die SG BBM-Spielerinnen Anna Loerper (Mitte) und Kim Naidzinavicius frei zum Wurf kommt.

Das am Mittwoch geplante Erstligaspiel der Handballerinnen der HSG Bad Wildungen gegen die SG BBM Bietigheim musste aufgrund zweier positiver Coronafälle bei den Gästen kurzfristig abgesagt werden.

Bad Wildungen - Der per Bus angereiste Zweite der Vorsaison befand sich am späten Mittwochnachmittag bereits in Nordhessen, als über die „sozialen Medien“, so Gästetrainer Markus Gaugisch, bekannt wurde, dass die für den nächsten Samstag geplante Champions-League-Begegnung zwischen Rostov-Don und CSM Bukarest wegen positiver Coranafälle bei den Russinen abgesagt wurde. Diese waren am Samstag in der Champions-League vor 750 von den russischen Behörden zugelassenen Zuschauern Gastgeber der SG, die das Spiel 21:27 verlor.

Daraufhin entschlossen sich die Bietigheimerinnen im Bus in Homberg/Efze „auch aus Verantwortung Bad Wildungen gegenüber“, so Gaugisch, Schnelltests durchzuführen. Diese schlugen bei zwei Spielerinnen an. Zudem erhielt die SG kurze Zeit später die Nachricht, dass es auch bei den am Dienstag durchgeführten PCR-Tests positive Fälle gegeben hatte, nachdem die Coranatests bei den Bietigheimerinnen am Sonntag allesamt noch negativ gewesen waren.

„Es ist jetzt genau das eingetreten, was wir befürchtet hatten“, sagte Gaugisch. Weil in der Woche vor dem Spiel gegen Bietigheim und vor der Champions-League-Nachholpartie am vergangenen Mittwoch in Kristiansand eine Spielerin von Rostov und vier Betreuer des russische Serienmeisters bei der Einreise nach Norwegen positiv getestet worden waren, war das Spiel abgesagt worden. Aus diesem, Grund wollten auch die Bietigheimerinnen einige Tage später nicht in Rostov antreten.

Einen entsprechenden Antrag der SG schmetterte der Europäische Handballverband (EHF) in unverantwortlicher Art und Weise aber ab, weil weitere Coronatests bei Rostov zunächst negativ ausgefallen waren.

Trotz der Absage hatten die Bad Wildungerinnen noch viel Glück im Unglück. „Wenn Bietigheim bei uns angetreten wäre, hätten wir auch in Quarantäne gemusst“, sagte Tessa Bremmer. „Man sieht, wie wichtig Schnelltests sind. Deshalb sollte die Liga auch grundsätzlich auf sie setzen und sich nicht nur auf PCR-Tests verlassen“, fügte die Bad Wildungerin Trainerin an.

Wie Gaugisch geht die Niederländerin, die mit ihrem Team statt der Begegnung eine Trainingseinheit absolvierte, davon aus, dass nach der Erstligapartie in Bad Wildungen ebenfalls das am kommenden Mittwoch geplante Pokalviertelfinale der Vipers in Bietigheim aufgrund der Coronafälle bei der SG verschoben werden muss. Und damit wird auch der Terminplan der HSG noch enger werden.

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