Handball-Bundesliga: HSG Bad Wildungen vor schwieriger Aufgabe gegen Buxtehude

Der Spitzenreiter reist an

Es gilt wieder: Annika Busch (beim Wurf) und die HSG Bad Wildungen wollen im Spiel gegen Buxtehude an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Nach drei Wochen Pause greifen die Bad Wildunger Vipers wieder ins Spielgeschehen der Handball-Bundesliga der Frauen ein. Die Aufgabe allerdings könnte schwieriger kaum sein: Ab 19.30 Uhr ist der Tabellenführer Buxtehuder SV zu Gast in der Ense-Sporthalle.

Dass das Spiel erneut unter der Woche stattfindet, passt Tessa Bremmer diesmal gut ins Konzept. „Eine gute Gelegenheit, wieder in den Spielrhythmus zu finden“, so die Vipers-Trainerin. Denn die sieht das Spiel gegen den Spitzenklub vor allem als Testlauf für das am Sonntag folgende Spiel in Göppingen.

Auch Bremmer weiß, dass im Normalfall gegen eine Mannschaft wie Buxtehude kaum etwas zu holen sein dürfte – zu dominant scheint der Gegner. Weitaus wichtiger ist der Auftritt in Süddeutschland vier Tage später, für Bremmer einer von dann mehreren folgenden Matchbällen in Sachen Klassenerhalt. „Wenn wir da punkten, wäre das schon ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt“, verdeutlicht die Vipers-Trainerin, für die in Sachen Abstiegskampf in Göppingen die Wochen der Wahrheit beginnen. Bis Mitte Mai folgen die Spiele gegen Berlin, Celle und Trier. „Vier Punkte brauchen wir noch, um sicher zu sein“, sagt Bremmer.

Die spielfreie Zeit haben die Vipers genutzt und neue taktische Varianten für die Endphase der Saison einstudiert. So wurden Lösungen erarbeitet, um zum Beispiel gegen offensivere Deckungsvarianten besser bestehen zu können oder, um eine kurze Deckung gegen Laura Vasilescu zu kompensieren. Dazu nutzte Bremmer die Gelegenheit, die Mannschaft in verschiedenen Besetzungen spielen zu lassen.

„Anderes Kaliber“

Gegen Buxtehude erwartet Bremmer vor allem, dass ihre Spielerinnen die einstudierten taktischen Varianten im Spiel umsetzen können. „Man erhofft sich immer eine Überraschung, aber Buxtehude ist schon ein anderes Kaliber“, unterstreicht die Trainerin. Aber das war Anfang März auch der HC Leipzig – und gegen die Sächsinnen schnupperten die Vipers lange an einer Sensation.

Viel dürfte davon abhängen, ob die Vipers wieder eine ähnlich aggressive Abwehr wie zuletzt stellen können. Bremmer weiß: „Buxtehude ist dann manchmal zu ungeduldig.“ Stimmt dann im Angriff die Balance zwischen Risiko und Geduld, können die Vipers den Favoriten zumindest mehr ärgern als im Hinspiel, das mit 20:34 verloren ging. Personell sind die Vorzeichen gut: Alle Spielerinnen sind fit.

Von Thorsten Spohr

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