1. Handball-Bundesliga: Vipers unterliegen Oldenburg - Video auf www.hna.de

Toller Kampf nicht belohnt

Nach dem Torerfolg muss die Anspannung raus: Wildungens Spielführerin Miranda Robben schreit nach einem Treffer ihre Freude heraus. Foto:  Kaliske

Bad Wildungen. Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen sind in der Bundesliga haarscharf an einer echten Überraschung vorbeigeschliddert. Gegen den Tabellenvierten VfL Oldenburg kassierten die Vipers nach tollem Kampf eine 27:29 (14:17)-Niederlage.

Vor prall gefüllten Rängen begann Bad Wildungen engagiert und kämpferisch und hatte nur beim 1:1 (3. Minute) nicht die Nase vorn. Nach dem 4:3 durch Oldenburgs überragende Holländerin van der Heijden (6.) warfen Cristina Mihai und Sabine Heusdens mit ihren Treffern zum 6:3 (10.) erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Der hatte bis zum 11:8 (19., wieder Heusdens per Siebenmeter) Bestand. Auch, weil die schweizerische Torfrau Manuela Brütsch auf seiten der Vipers ihr Gegenüber Tess Wester klar übertraf und bereits sieben Feldwürfe und einen Siebenmeter von VfL-Routuinier Sabrina Neuendorf unschädlich gemacht hatte, bevor sie das Feld für Julia Gronemann räumte. Die trug allerdings nicht Schuld daran, dass die Vipers nach dem 13:11 durch Mihai (25.) leicht von der Rolle gerieten und beim 13:14 (27.) erstmals ins Hintertreffen gerieten. Einige technische Fehler und überhastete Würfe im Angriff sowie eine nachlassende Abwehr, die Linkshänderin van der Heijden nicht bremsen konnte, sorgten für die Pausenführung des Favoriten VfL, der die letzten fünf Minuten von Halbzeit eins mit 6:1 für sich entscheiden konnte.

Wer gedacht hatte, dass die Vipers deshalb die Flügel hängen lassen würden, der wurde rasch eines Besseren belehrt. Vasilescu und Mihai verkürzten schnell auf 16:17 (33.) und die Vipers verkürzten die Zwei-Tore-Führung Oldenburgs jeweils mit dem Anschlusstor. So beim 17:18, 18:19 (41., jeweils durch Kreisläuferin Tessa Cocx), beim 21:22 durch Rechtsaußen Annika Busch (46.) und beim 23:24 (50.) durch einen von Kapitänin Miranda Robben verwandelten Gegenstoß. Erst da kam bei den Vipers Sand ins Getriebe. Vasilescu und Heusdens hatten im Angriff nun ihr Pulver fast verschossen und Oldenburg schaffte durch vier blitzschnelle Konter die vorentscheidende 28:23-Führung (53.).

Dass Bad Wildungen weiter verbissen um den Punktgewinn kämpfte, nötigte den Fans größten Respekt ab. Heusdens, Mihai, Robben und Cocx ließen in der Endphase noch vier Treffer folgen. Doch für eine erfolgreiche Aufholjagd waren diese Tore zuwenig, weil Oldenburg nach dem 26:29 den Sieg in der Tasche hatte und diesen nur etwas mehr als eine Minute über die Zeit bringen musste. Schützin dieses Tores war einmal mehr van der Heijden, für die 15 Treffer zu Buche standen.

Von Peter Pfeiffer

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