1. Handball-Bundesliga, Frauen: Vipers vor Oldenburg-Spiel von Grippewelle gebeutelt

„Trifft uns besonders hart“

Hat sich weiter für die Vipers entschieden: Laura Vasilescu (rechts), hier gegen die Berlinerin Christine Beier. Foto:  Kaliske

Bad Wildungen. Die Bad Wildunger Trainerin Tessa Bremmer ist um ihren Job beim Handball-Bundesligisten HSG Vipers momentan nicht zu beneiden: Gegen Bietigheim kassierten die Vipers jüngst mit 22:28 die vierte Niederlage in Folge. Zu dieser kleinen Negativ-Serie hinzu kommt, dass momentan fast die gesamte Mannschaft wegen der kursierenden Grippewelle flach liegt. Da kommt die Auswärtsaufgabe am kommenden Sonntag (16.30 Uhr, EWE-Arena Oldenburg) beim Tabellenvierten VfL so gar nicht gelegen.

Oder doch? Wer gar nichts zu verlieren hat, kann eigentlich umso befreiter aufspielen. Und schließlich gibt es ja auch Positives von den Vipers zu berichten, siehe zum Beispiel die Vertragsverlängerung mit Laura Vasilescu. Oder der angestrebte Klassenerhalt, der trotz der Niederlagen zuletzt ja durchaus erreichbar ist.

Trotzdem kommt die Krankheitswelle, auch angesichts des auf die Vipers wartenden schweren Programms mit vier harten Spielen innerhalb der nächsten zehn Tage sehr ungelegen. Unter anderem geht es gegen Thüringer HC (Mittwoch), zuhause gegen Koblenz/Weibern und dann gegen den Buxtehuder SV in der Ensehalle. „Viele meiner Spielerinnen sind angeschlagen, bei unserem ohnehin kleinen Kader trifft uns das natürlich besonders hart“, sagt Bremmer vor dem Auswärtsspiel in Oldenburg. Manche seien vom Arzt krank geschrieben, andere „beißen sich durch“, so die Trainerin.

Auch auf das Training und das Warm-Up auf die sonntägliche Auswärtspartie wirkte sich das negativ aus. „Optimal laufen konnte die Vorbereitung also nicht“, so Bremmer. Obwohl von den Vipers beim VfL die volle Kraft gefordert sei, denn „Oldenburg stellt eine läuferisch sehr starke Mannschaft, bei der wir uns auf schnelle Gegenstöße einstellen müssen“, so Tessa Bremmer weiter.

Gewonnen haben die Vipers gegen Oldenburg noch nicht, weder in den bisherigen Punktspielen noch im Pokal. Zuletzt setzte es Anfang November in der Ensehalle im Pokal eine 19:30-Niederlage gegen das Krowicki-Team. Kein Wunder, dass für Bremmer selbst ein Punkt in Oldenburg als ein Wunder erscheint.

Ein Wiedersehen gibt es für die Vipers in Oldenburg aber mit ihrer früheren Spielerin Alina Otto, die im Bad Wildunger Leistungszentrum einst ihr Abitur baute. Ob die Linksaußen, die im April vergangenen Jahres einen Kreuzband-riss erlitt und lange an dieser Verletzung laborierte, allerdings spielen wird, ist eher fraglich. „Das muss der Trainer entscheiden“, sagte die Studentin der HNA. Sie hat erst wenige Einsätze in der Reserve bekommen und hat mit Kim Birke und der Norwegerin Kjersti Salberg auf Linksaußen harte Konkurrenz. (had)

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