1. Handball-Bundesliga, Frauen

Vipers verlieren 32:38 beim VfL Oldenburg

Augen zu und durch: Die Wildungerin Annika Busch (Mitte) wird gestoppt von den Oldenburgerinnen Annika Meyer (links) und Angie Geschke. Foto: Remmers

Oldenburg. Die Fahrt nach Oldenburg ist für die HSG Bad Wildungen Vipers in der 1. Handball-Bundeliga der Frauen mit einer Niederlage geendet: Mit 32:38 (13:18) mussten sich die grippe-geschwächten Spielerinnen von Trainerin Tessa Bremmer geschlagen geben.

Allerdings: Während der Trainer des siegreichen VfL sein Team nach der Schlusssirene hart kritisierte, lobte seine Wildunger Kollegin den Auftritt ihrer Mannschaft trotz klarer Niederlage.

VfL-Coach Leszek Krowicki war nur mit der Ausbeute von zwei Punkten und dem vorübergehenden Sprung auf Platz drei der Bundesliga-Tabelle zufrieden. Gar nicht geschmeckt hat ihm das Abwehrverhalten. „32 Gegentore gegen ein Team mit begrenzten Möglichkeiten sind einfach zu viel“, grantelte der Pole mit Blick auf die „löchrige Deckung“.

Schon in der Anfangsphase deuteten die Gastgeberinnen an, dass sie nicht zu einer Handball-Gala aufgelegt waren. Gegen den konzentrierten Aufsteiger aus Nordhessen rannten sie häufig zu ungestüm an und verloren viele Bälle. Zudem raubte die starke Torfrau Manuela Brütsch dem VfL mit ihren Paraden den Nerv. Laura Vasilescu und Sarah van Gulik stellten die VfL-Abwehr darüber hinaus vor einige Probleme. So verdienten sich die Gäste bis zur 20. Minute ein 10:10, ehe sie in den Fehlermodus wechselten. „Das waren verflixte fünf Minuten“, ärgerte sich Tessa Bremmer, dass ihr Team mit einem 13:18-Rückstand in die Pause ging. „Ansonsten haben wir Vieles besser gemacht als bei den beiden Klatschen gegen den VfL in dieser Saison“, sagte sie mit Blick auf die Niederlagen in Hinrunde und Pokal.

Trotz des Vorsprungs kehrte auch nach dem Seitenwechsel zunächst kaum Ruhe in das Spiel der Oldenburgerinnen ein. Innerhalb kurzer Zeit schmolz der Pausen-Vorsprung von fünf auf zwei Tore (19:17, 34.), da sich die HSG wieder mutig herankämpfte. Dennoch geriet der erwartete Erfolg nicht in Gefahr, da auch beim Aufsteiger Licht und Schatten wechselten.

Angriffsaktion: Die Wildunger Kreisläuferin Nadja Bolze prüft hier die Oldenburger Torhüterin Tess Wester (33). Foto: Remmers

Zudem schwächte sich Bad Wildungen in der Schlussphase selbst: Nach einer unsportlichen Aktion sah Vasilescu zu Recht die Rote Karte (50.). Zuvor hatte die Rumänin Oldenburgs Linksaußen Kim Birke in vollem Lauf zu Fall gebracht. „Auf diese Leistung können wir aufbauen“, kommentierte die starke Manuela Brütsch, die mit 17 Paraden überzeugte: „Wir haben gut angefangen, dann aber mit unseren Fehlern den Oldenburgerinnen in die Karten gespielt.“ Ähnlich sah es Miranda Robben-Schmidt: „Der hohe Pausen-Rückstand war unnötig. Dadurch mussten wir immer den fünf Toren hinterherlaufen.“ Schon am Mittwoch steht für die Vipers die nächste Partie an – und zwar gegen Spitzenreiter Thüringer HC. „Gegen den THC wartet harte Arbeit auf uns. Aber wir können da befreit auflaufen. Wir wollen uns mit einer guten Leistung Selbstvertrauen für das Spiel gegen Weibern holen.“

Von Oliver Bloch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.