Handball-Frauen: Vipers gewinnen in Halle-Neustadt mit 32:19

HSG Bad Wildungen verabschiedet sich mit klarem Sieg in die Europameisterschaftspause

Bezeichnendes Bild: Die starke Bad Wildunger Kreisläuferin Maxi Mühlner (rechts), die Marija Gudelj (Mitte, Halle-Neustadt) versetzt hat, hat freie Bahn und erzielt gegen Torhüterin Anica Gudelj einen ihrer vier Treffer.
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Bezeichnendes Bild: Die starke Bad Wildunger Kreisläuferin Maxi Mühlner (rechts), die Marija Gudelj (Mitte, Halle-Neustadt) versetzt hat, hat freie Bahn und erzielt gegen Torhüterin Anica Gudelj einen ihrer vier Treffer.

Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen hat sich mit einem Ausrufezeichen in die fünfwöchige EM-Pause verabschiedet: Beim SV Union Halle-Neustadt gewannen die Vipers mit 32:19 (13:9).

Halle - Dass die HSG letztlich zu einem in der Höhe sensationellen Sieg gelangen würde, hätte Vipers-Coach Tessa Bremmer vor der Begegnung beim bisher stark auftretenden Erstligaaufsteiger „auf keinen Fall erwartet. Ich habe nichts zu meckern, sondern bin unglaublich stolz auf mein Team“, sagte die 37-Jährige nach der Galavorstellung ihrer Teams in der Erdgas-Arena.

Mit einer genialen Abwehr legten die Vipers dabei den Grundstein zum Sieg. Dabei hatte die Trainerin im Innenblock der 6:0-Deckung gegenüber den vergangenen zwei Partien Maxi Mühlner statt Larissa Platen in die Startsieben gestellt und diese auch im Angriff statt Annika Ingenpaß aufgeboten, wo die Halblinke Munia Smits für Platen spielte.

Mühlner überzeugt voll

Während die in der Abwehr gegen Heusdens gewechselte Belgierin mit Licht und Schatten agierte, überzeugte die 19-jährige Mühlner voll. „Ich bin sehr zufrieden mit ihr. Maxi hat ihre Chance genutzt. Sie war in der Abwehr sehr stark“, sagte Bremmer über die auch im Angriff mit vier Treffern gute U20-Nationalspielerin, die sich auch von ihrer zweiten unberechtigten Zeitstrafe beim Stand von 8:7 nach 24 Minuten nicht aus dem Konzept bringen ließ.

Weil der gesamte Abwehrverbund aggressiv agierte „und wir so Halle unter Druck gesetzt haben“, hatte Torfrau Lea Schüpbach bei den oft unvorbereiteten Abschlüssen der Gastgeberinnen einige Male leichtes Spiel. Doch die 23-Jährige, die den Vorzug vor Stammkeeperin Manuela Brütsch erhalten hatte, weil sie vor zwei Wochen beim 37:31 (17:12)-Sieg im Pokalachtelfinale gegen Halle schon sehr gut gespielt hatte, hielt gegen den Sportverein erneut „überragend“, wie Bremmer treffend konstatierte.

„Wir haben uns in der Abwehr im Vergleich zum Pokalspiel sehr gesteigert“, freute sich Bremmer. Ihr Team war nach dem 0:1 (2.), dem 5:3 (12.) und dem 8:8 (24.) in der coronabedingt leeren Arena schon bis zur Pause auf 13:9 davongezogen.

Scheib trifft wie sie will

Während hinten Schüpbach ihr Tor nach dem Wechsel noch mehr vernagelte, traf vorne mit acht Toren die überragende Linkshänderin Jana Scheib, wie sie wollte. So führte Bad Wildungen gegen die in allen Belangen enttäuschenden Gastgeberinnen beim 25:15 nach 48 Minuten erstmals sogar mit zehn Treffern. „Jana war richtig gut“, freute sich Tessa Bremmer, während Halles Trainer Jan-Henning Himborn „ein bisschen sprachlos“ über die Leistung seiner Mannschaft war.

Weil Bremmers Team aus einem Guss spielte, brachte die Gästetrainerin nach 49 Minuten für Spielmacherin Maxime Struijs auf der Mitte Platen, die sich noch über zwei Treffer freuen konnte. Dass Alina Otto, die nach 51 Minuten auf der Linksaußenposition die gut aufgelegte Anna-Maria Spielvogel abgelöst hatte, am Ende sogar noch ein Hattrick bis zum 32:19-Endstand gelang, war bezeichnend für einen Tag, an dem den Vipers fast alles gelang.

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