Fall Lina Trenoska: 50.000 Euro Verlust drohen - HSG erwägt Einspruch einzulegen

Urteil fällt gegen die Vipers aus

Bad Wildungen/Kassel. Das Arbeitsgericht in Kassel hat ein Urteil gesprochen, das die Bad Wildungen Vipers teuer zu stehen kommen könnte. Die Kündigung für Lina Trenoska, die im Sommer 2011 als Torhüterin für die 1. Handball-Bundesliga verpflichtet worden war, wurde von den Richtern als unwirksam erklärt.

Ob die Vipers Einspruch einlegen, entscheidet sich, sobald das schriftliche Urteil mit Begründung vorliegt. Denn sowohl Vipers-Geschäftsführer Dirk Ex als auch Anwältin Caroline Steurer sehen die fristlose Kündigung als rechtens an. Der springende Punkt ist, ob zuvor eine Abmahnung hätte erfolgen müssen.

Trenoska hatte zunächst lange kein Visum und reiste erst im September nach Bad Wildungen. Dort hatten die Vipers einen Trainingsplan erstellt und Leistungs- sowie Laktattest anberaumt. Das lehnte die Mazedoniern ab und flog laut Ex ohne Rücksprache in ihre Heimat zurück, ohne auch nur eine Einheit zu absolvieren. „Es kann nicht sein, dass wir sie für ein Jahr bezahlen müssen, obwohl sie nicht eine Stunde gearbeitet hat“, sagt Ex. Das sieht auch Steurer so. Die Anwältin war bei der Verhandlung zugegen, musste aber wegen eines anderen Termins vor der Urteilsverkündung das Gerichtsverfahren verlassen und will sich erst nach Einsicht in die Akten äußern. Nun gibt es zwei Modelle:

Sollten die Vipers das Urteil akzeptieren, müsste Trenoska umgehend in Bad Wildungen zum Training erscheinen. Wobei die Zeit, in der die Torfrau kein Visum hatte, kaum in Rechnung gestellt werden könnte. Ein Einspruch würde den Vipers in jedem Fall zusätzliche Zeit bringen - mitunter aber weiteres Geld kosten. Der Ein-Jahres-Vertrag inklusive Wohnungsanteil, Fahrtkosten und Nebenabgaben beläuft sich nach HNA-Informationen auf 50.000 Euro. (sbx)

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