Heinrich-Horn-Turnier: Bad Wildungen unterliegt „Fast-Meister“ mit 16:23

Turnierabschluss in Melsungen: Vipers ärgern Dortmund eine Halbzeit lang

Beim Turnier in Melsungen: Die Bad Wildungerin Anna-Maria Spielvogel (rechts) hat sich gegen die Dortmunderin Deleila Amega durchgesetzt.
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Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Anna-Maria Spielvogel (rechts) hat sich gegen die Dortmunderin Deleila Amega durchgesetzt.

Viel Spielpraxis haben die Vipers beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in Melsungen gesammelt: Zum Abschluss bot der Handball-Erstligist aus Bad Wildungen Borussia Dortmund lange Paroli.

Melsungen – „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer trotz der 16:23 (9:13)-Niederlage gegen Borussia Dortmund. Das konnte die Niederländerin auch sein. Denn 31 Minuten lang ärgerte der Erstligazwölfte im zweiten Finalspiel des Heinrich-Horn-Gedächtnisturniers der SG Kirchhof gestern in Melsungen den Fast-Meister immens.

„Ich war mit unserer Chancenauswertung unzufrieden, auch weil uns die Konsequenz gefehlt hat. Aber letztlich war alles okay“, bilanzierte der Borussia-Coach nach dem am Ende ungefährdeten Erfolg des BVB. „Bad Wildungen hat das gut gemacht“, lobte der Trainer des Ersten der Vorsaison die Vipers, die in der intensiven und temporeichen Begegnung eine couragierte Leistung boten. Erst nach dem 15:17 setzte sich der haushohe Favorit, angeführt von Inger Smits, zum 20:15 (36.) entscheidend ab. Nach dem 1:3 (3.) hatten die Vipers beim 5:4 (9.) zur Freude ihrer lautstarken Fans sogar geführt. Mit 9:13 nach 20 Minuten ging es aus Wildunger Sicht in die Pause; anschließend musste die HSG auf Munia Smits verzichten. Die Ex-Blombergerin hatte bei einem direkten Freiwurf unglücklich Tessa van Zijl ins Gesicht getroffen und die Rote Karte gesehen.

Kraft fehlte am Schluss

Den zehn verbliebenen Vipers fehlte am Schluss „die Kraft und ein bisschen auch die Qualität“, so Bremmer, um den BVB stoppen zu können. Bereits am Mittwoch, 12. August (18.30 Uhr, Sporthalle Wellinghofen), stehen sich beide Teams in Dortmund in einem weiteren Test gegenüber.

Das sehenswerte Spiel der beiden Erstligisten in Melsungen war der Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung, die Zweitligist SG Kirchhof organisiert hatte. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier“, sagte die rührige SG-Managerin Renate Denk, nach deren Aussage die SG dank ihrer Sponsoren trotz des großen Aufwands kein finanzielles Minus gemacht hat.

Am Samstag setzten sich die Vipers mit 27:18 (14:11) gegen Zwickau und 20:18 (14:11) gegen Solingen durch. Gegen Gastgeber Kirchhof siegte die HSG am Freitag 32:30 (16:18).

Von Jürgen Heide

Statistik

Bad Wildungen: Brütsch (1. - 20.,), Schüpbach; Ingenpaß 1, Smits, Mühlner, Schnack 3, Da Silva Pereira 1, Struijs 5/3, Otto, Spielvogel 4, Magg 2, Plümer (n.e.).

Dortmund: Duijndam (1. - 20., Roch; Grijseels, Bermejo 2, Abdulla (n.e.), Vollebregt 1, Smits 4, Bleckmann 2, Amega 3/1, Dulfer (n.e.), van Zijl 2, Danielsson 3, Freriks 4, Stockschläder, Rode 2.

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