"Die schlimmste Nachricht meines Lebens"

Vipers: Annika  Busch und Laura Vasilescu müssen ihre Karriere beenden

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Muss ihre aktive Karriere beenden: Laura Vasilescu.

Bad Wildungen. Vor dem Spiel der Handball-Bundesliga am Samstag in Metzingen hat die HSG Bad Wildungen zwei Personalien bekannt gegeben. Laura Vasilescu und Annika Busch müssen aufgrund ihrer Knieverletzungen ihre Laufbahn beenden.

Damit verlieren die Vipers zwei zentrale Spielerinnen der vergangenen Jahre.

Die Verletzungen

Laura Vasilescu zog sich am 30. Januar gegen den Thüringer HC eine Knorpelverletzung und einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. „Der abgebrochene Knorpel musste in der ersten Operation Anfang März erst einmal entfernt werden, außerdem wurden die Vorbereitungen für die nächste Kreuzband-Operation vorgenommen“, erzählt die Rückraumspielerin. Die zweite OP wird im Juli folgen. Nach der ersten OP war auch klar, dass eine Fortsetzung der Laufbahn nicht möglich ist. „Das war die schlimmste Nachricht meines Lebens und hat mich unter Schock gesetzt“, sagte Vasilescu.

Annika Busch hat sich im November gegen Leverkusen ebenfalls einen Knorpelschaden im Knie zugezogen. „Vor neun Wochen wurde eine Knorpeltransplantation durchgeführt. Diese Operation ist sehr aufwendig und umfangreich, aber verspricht die besten Chancen, dass ich mit viel Glück ohne Schmerzen mein Knie im Alltag belasten kann“, berichtet Busch, der anschließend eine lange Reha bevorsteht. „Voraussichtlich werde ich erst nach einem Jahr das Bein wieder richtig belasten dürfen.“

Die Zukunft

Für Laura Vasilescu war die Nachricht vom Karriereende ein Moment „ der einem den Boden unter den Füßen wegreißt“. Handball sei ihr Leben und würde weiterhin ihre größte Leidenschaft sein. „Wie ich meine Zukunft gestalte, werde ich in den nächsten Monaten sicherlich besser überdenken können.“

„Diese Entscheidung war unumgänglich, da es auch noch ein Leben nach dem Handball gibt“, sagt Annika Busch, die hofft, nach der Reha auch weiterhin Sport in ihr Leben integrieren zu können – wenn auch nicht auf Profi-Niveau. „Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich ohne Sport nicht leben kann.“

Die Vipers-Zeit

Beide blicken zufrieden auf ihre Zeit bei den Vipers zurück. Vasilescu, die 2015 erfolgreichste Torjägerin der Liga war, spricht von der „intensivsten Zeit“ ihrer Karriere. Auch Busch erzählt von den „aufregendsten sowie emotionalsten Momenten“ ihrer Laufbahn bei den Vipers. „Handball zu spielen, war das größte Glück meines Lebens“, sagt Busch, die wie Vasilescu den Fans für die Unterstützung dankt.  red/tsp

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