Bittere 24:25-Niederlage für Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen

Vipers-Aufholjagd in Leverkusen wird nicht belohnt

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Blick auf den Ball: Die Bad Wildungerinnen Maxi Mühlner (links) und Maria Ines Da Silva Pereira (rechts) versuchen, ein Anspiel an die Leverkusener Kreisläuferin Anna Seidel zu verhindern.

Leverkusen. Knapp mit 24:25 verlor die HSG Bad Wildungen in der Handball-Bundesliga der Frauen am Sonntag in Leverkusen. Dabei wurde die Aufholjagd der Vipers nicht belohnt.

Als Sabine Heusdens zwölf Sekunden vor Schluss ein Zeitspiel abgepfiffen bekam, war die 24:25 (11:14)-Niederlage der HSG Bad Wildungen bei Bayer Leverkusen in der Handball-Bundesliga der Frauen besiegelt. Dass die Vipers sich überhaupt noch Hoffnung auf einen Punktgewinn machen durften, hätte nach 47 Minuten niemand der 1350 Zuschauer in der Ostermann-Arena erwartet.

Mit 23:14 führte die Mannschaft von Trainerin Renate Wolf zu diesem Zeitpunkt gegen die nach dem Seitenwechsel bis dahin harmlosen und nicht erstligatauglichen Gäste, die in 17 Minuten gerade einmal drei Törchen erzielt hatten. Dann aber verlor Leverkusen nach der dritten Auszeit von HSG-Trainerin Tessa Bremmer und gegen die 4:2-Deckung der Gäste mit den vorgezogenen Anna-Maria Spielvogel und der starken Maria Ines Da Silva Pereira nach dem 24:17 (51.) und dem 25:20 (53.) völlig den Faden.

Tor um Tor holte Bad Wildungen meist nach Ballgewinnen auf, nachdem die eingewechselte Vanessa Plümer zwei Mal, Da Silva Pereira aus schwierigem Winkel und Heusdens 90 Sekunden die Vipers bis auf 24:25 herangebracht hatten. Als Da Silva Pereira danach in der Abwehr den Ball eroberte, schien die HSG ihrem ersten Punkt in dieser Saison in der Fremde nah.

Doch die so greifbare Überraschung blieb aus, sodass die Gäste nach der Schlusssirene mit hängenden Köpfen aus der Halle schlichen. Dabei war den weiter auf Rang zwölf stehenden Vipers beim Tabellensechsten ein Traumstart gelungen. Nach acht Minuten führten die Südwaldeckerinnen mit 3:0. Bis dahin hatte Torfrau Manuela Brütsch bereits vier Bälle pariert, bevor sie bis zur Pause nur noch einen Wurf abwehren konnte. Weil Anne Bocka (umgeknickt) verletzt fehlte, war die Schweizerin erneut die einzige HSG-Torfrau. Nachdem sie das 1:3 durch Bayers starke Linksaußen Joanna Rode kassiert hatte, kamen die Leverkusenerinnen nach dem 1:4 (9.) nicht nur schnell zum 4:4-Ausgleich in der 14. Minute, sondern gingen selbst mit 6:5 (17.) in Front.

Bis zum 8:9 (24.) blieb Bad Wildungen noch dran, ehe sich Leverkusen nach dem 12:8 (26.) auf 17:11 (35.) absetzte. Bis zum 14:23 war Bad Wildungen dann im Angriff an Harmlosigkeit nicht zu überbieten.

Erneut war die fehlende Durchschlagskraft von den Halbpositionen, auf denen nur Heusdens ein Faktor war, nicht zu übersehen. „Uns hat die Wurfkraft aus dem Rückraum gefehlt“, gab Bremmer zu. Dass die HSG doch noch einmal herankam, lag dann auch vor allem an der starken Abwehr. Mit zwei Treffern konnte auch die nach 44 Minuten eingewechselte Rechtsaußen Plümer, „sie hat gut reingefunden“, so Bremmer auf sich aufmerksam machen, doch auch das reichte für die bemitleidenswerten Vipers nicht. „Es ist extrem bitter, so zu verlieren“, sagte die enttäuschte Bremmer.

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