Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen reist nach Ketsch 

Vipers bei den Kurpfalz Bären unter Druck: zwei Punkte sind Pflicht

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Hoppla, jetzt komme ich: Die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß (Mitte) versucht, sich gegen Celine Michielsen (links) und Emelyn van Wingerden (Blomberg-Lippe) durchzusetzen.

Bad Wildungen. Auf einen Sieg setzen die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers am Samstag im Auswärtsspiel der Bundesliga beim Aufsteiger, den Kurpfalz Bären. 

„Wir müssen die Favoritenrolle annehmen und haben die Pflicht, dort zwei Punkte zu holen“, sagt Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer vor dem Samstag-Spiel (18 Uhr, Neurotthalle Ketsch) bei den Kurpfalz Bären. Die Niederländerin weiß, dass es beim Aufeinandertreffen der auf Rang zwölf stehenden Vipers in der Handball-Bundesliga der Frauen mit dem ebenfalls noch punktelosen Aufsteiger „keine Ausreden“ mehr für ihre Mannschaft gibt.

„Das ist allen bei uns bewusst“, sagt die 36-Jährige. Schließlich ist die Erwartungshaltung bei den Südwaldeckerinnen größer als beim Neuling. Während der auf Relegationsplatz 13 stehende Aufsteiger den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat, wollen die Gäste um Kapitänin Manuela Brütsch am Saisonende auf einem einstelligen Tabellenplatz stehen. „Wir haben definitiv mehr Druck als Ketsch. Es zählt für uns nichts anderes, als mit zwei Punkten die Heimreise anzutreten“, sagt Tessa Bremmer.

Sie weiß, dass sich ihr Team für die guten Leistungen beim 28:30 bei Meister SG BBM Bietigheim und beim 25:26 gegen die HSG Blomberg-Lippe nichts kaufen kann. Bremmer hofft auf eine bessere Chancenverwertung ihrer Mannschaft in Ketsch als zuletzt bei der 21:25-Niederlage in der 2. Pokalrunde gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen. Wie am vergangenen Samstag wird Ersatzspielmacherin Erika Rajnohova (allergische Reaktion am Fuß) weiter fehlen.

Beim Videostudium des Vorletzten musste Bremmer auf ihre „Liste gucken“, weil die Gastgeberinnen über weitgehend wenig bekannte Spielerinnen verfügen. Dafür kennt Bremmer die gegnerische Trainerin Katrin Schneider aus der gemeinsamen Zeit als Spielerinnen in Trier bestens.

„Weil sie nie Emotionen zeigt, habe ich ihr dort den Spitznamen „Emo“ verpasst“, erzählt Bremmer lachend. Als „organisiertes Harikiri“ bezeichnet sie den Spielstil der Kurpfalz Bären. „Die verteidigen mit einer 5:1-Abwehr sehr aggressiv und sind in der Deckung sehr beweglich. Vorne spielen sie lange Angriffe mit Druck. Da müssen wir geduldig und konzentriert bleiben“, sagt Bremmer und charakterisiert die TSG als „interessante und sehr gut eingespielte junge Mannschaft“.

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