HSG Bad Wildungen verpflichtet Lea Schüpbach vom französischen Erstliga-Fünften Paris 92

Vipers gehen mit zwei Schweizer Nationalkeeperinnen in neue Saison 

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Jubelt auch nächste Saison für die Vipers: Torfrau Manuela Brütsch hat ihren Vertrag um ein Jahr verlängert.

Bad Wildungen - Mit den beiden Schweizer Nationaltorhüterinnen Lea Schüpbach und Manuela Brütsch geht Handball-Erstligist HSG Bad Wildungen in die kommende Saison.

Während die 22-jährige Schüpbach vom französischen Erstligafünften Paris 92 zu den Vipers wechselt, verlängerte die 36-jährige Brütsch ihren Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

Schüpbach, die bei den Vipers wie in der Nationalmannschaft einmal Brütsch als Nummer eins ablösen soll, unterschrieb in Nordhessen einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2022.

„Nach meinem ersten Jahr im Ausland in Paris freue ich mich sehr auf die neuen Herausforderungen und die aussichtsreiche Perspektive bei den Vipers in der 1. Bundesliga. Zusammen mit Manuela Brütsch werde ich versuchen, mit besten Leistungen zu überzeugen. Dabei werde ich sicher auch von ,Manus’ langjähriger Erfahrung profitieren. So, wie wir es in der Schweizer Nationalmannschaft auch schon gemeinsam praktizieren“, sagt die 1,78 Meter große Torhüterin.

„Lea war meine absolute Wunschspielerin auf der Torhüterposition. Sie hat einen anderen Stil als ,Manu’ und auch die Stärken der beiden unterscheiden sich. Trotz ihres jungen Alters konnte sie bereits einige internationale Erfahrungen mit der Schweizer Nationalmannschaft sammeln und hat mit Paris auch schon ihre erste Auslandsstation hinter sich“, freut sich Trainerin Tessa Bremmer über die dritte und wohl letzte Neuverpflichtung der Vipers.

Diese hatten zuvor die belgische Nationalhalblinke Munia Smits und Rechtsaußen Kira Schnack (beide vom Ligakonkurrenten HSG Blomberg-Lippe) für die kommende Runde verpflichtet.

Schüpbach wurde am 10. September 1997 in Winterthur geboren, wo sie erst mit zwölf Jahren mit dem Handball begann. Schon als 16-jährige spielte sie für Yellow Winterthur in der 1. Liga und ab Sommer 2017 für Ligakonkurrent Spono Eagles Nottwil. Nach dem Doublegewinn in der Saison 2017/18 und dem Pokalsieg 2019 wechselte sie zu Paris 92, das früher Issy Paris Hand hieß. Schüpbach absolvierte eine kaufmännische Lehre an der „United School of Sports“ und arbeitete beim Hilfswerk der Evangelischen Kirchen.

„Mit Lea kommt eine sehr sympathische und offenherzige junge Frau nach Bad Wildungen. Dass sie und ,Manu’ sich aus der Nationalmannschaft kennen, kann für uns nur von Vorteil sein. Die beiden werden uns als eingespieltes Duo, das sich sehr gut ergänzt, sicher viel Freude in der kommenden Saison bereiten“, glaubt Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel.

Die 20-fache Nationalspielerin Schüpbach löst damit bei der HSG Ersatztorhüterin Anne Bocka ab, deren Vertrag nach zwei Jahren bei den Vipers nicht mehr verlängert worden war. Wohin die im Sommer 2018 vom TV Nellingen nach Bad Wildungen gekommene Torfrau wechselt, ist noch nicht bekannt.

Nach ihrer Vertragsverlängerung wird die dienstälteste Vipers-Spielerin Manuela Brütsch in ihre neunte Saison in Bad Wildungen gehen. Die 36-Jährige hütet, seitdem sie im Sommer 2012 von der HSG Bensheim/Auerbach nach Südwaldeck kam, das HSG-Tor und war in der vergangenen Saison die insgesamt beste Spielerin des Erstligazwölften.

Nach einer ganzen Reihe von Gesprächen konnten die Verantwortlichen der Vipers ‘Schweini´, so ihr Spitzname, für eine weitere Saison in Bad Wildungen gewinnen. Der Saisonabbruch aufgrund der Coronakrise bestärkte die Kapitänin dabei bei ihrem Entschluss weiterzumachen.

„Jetzt erst recht! Mir ist schnell klar geworden, dass ich auf diese Art und Weise nicht aufhören möchte und unbedingt noch zeigen will, welches Potenzial eigentlich in dieser Mannschaft steckt“, sagt die Leistungsträgerin.

„Nach dem abruptem und völlig unvorhersehbaren Saisonabbruch bin ich einfach nur dankbar dafür, dass ich eine weitere Saison das Vipers-Trikot tragen darf. Und ich freue mich natürlich sehr, in Zukunft mit meinem ‘Nati-Gspändli´ Lea, das Torhüterduo bilden zu dürfen“, fügt Brütsch an.

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