Handball-Pokal, 2. Runde: Knappes Aus für HSG Bad Wildungen

Vipers kassieren eine bittere 28:29-Niederlage in Oldenburg

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Beste Viper: Die Bad Wildunger Halbrechte Anouk Nieuwenweg versucht sich gegen die Oldenburgerinnen Myrthe Schoenaker (links) und Angie Geschke durchzusetzen.

Oldenburg. Als die starke Anouk Nieuwenweg 30 Sekunden vor Schluss zum 28:29 verkürzte, keimte bei den Handballerinnen der HSG Bad Wildungen noch einmal Hoffnung auf, sich im Zweitrundenpokalspiel beim VfL Oldenburg noch in die Verlängerung zu retten. Doch der VfL brachte den knappen Sieg über die Zeit. 

So gingen die gute Torfrau Manuela Brütsch und die abwehrstarke Kreisläuferin Maxi Mühlner vor Frust in die Hocke, als der Schlusspfiff ertönte.

Als HSG-Trainerin Tessa Bremmer beim 25:25 (47.) bereits ihre dritte Auszeit nahm, nutzte diese Oldenburgs Trainer Nils Bötel dazu, seine Abwehr umzustellen, und ließ fortan Nieuwenweg von Kristina Logvon kurz decken, wodurch das Angriffsspiel der Gäste gestört wurde. Der taktische Kniff von Bötel, den Bremmer nicht mit der siebten Feldspielerin beantwortete, war vielleicht der winzige Unterschied, der die Begegnung der Teams auf Augenhöhe entschied.

Dabei hatte zunächst Bremmer ihre Mannschaft nach dem 3:5 (9.) und 5:8 (12.) aufgrund vieler Ballverluste wieder auf den richtigen Weg gebracht. Nach der Auswechslung der sehr unglücklich agierenden Halblinken Laura Vasilescu (10.) und ihrer Auszeit (12.) legte die HSG, gestützt auf die starke Brütsch und die treffsichere Nieuwenweg einen 6:0-Lauf bis zum 11:8 (19.) hin, bevor Myrthe Schoenaker mit dem 9:11 (20.) die fast achtminütige Torflaute des VfL beendete. Doch angeführt von der starken Spielmacherin Maxime Struijs führte Bad Wildungen mit 17:14 (29.) und hatte auch beim 19:16 (32.) noch drei Tore Vorsprung.

Den verspielten die Vipers aber durch schwache Abschlüsse zu Beginn der zweiten Hälfte schnell, 19:20 (38.). Danach entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem der Gast beim 23:22 (42.) durch die eingewechselte Sabine Heusdens letztmals führte und beim 25:25 (47.) letztmals ausgleichen konnte. Nach zwei Ballverlusten von Vasilescu und Struijs setzte sich der VfL vorentscheidend auf 27:25 (53.) ab und war nach dem 29:27 (59.) in Überzahl durch Schoenaker endgültig auf die Siegesstraße eingebogen.

Bremmer hatte sich zu einem Abwehr-/Angriffwechsel durchgerungen und die im Innenblock eingesetzte zweite Kreisläuferin Maxi Mühlner, die vorne meist für Struijs Platz machte, mit ihrer Aggressivität und Schnelligkeit der Deckung Stabilität verlieh. „Maxi war in der Abwehr sehr stark“, lobte Bremmer und freute sich trotz der „bitteren Niederlage“, über die Fortschritte ihres Teams, „die Mut machen“.

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