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30:31 - Bad Wildunger Vipers lassen Meister Dortmund bis zum Ende zittern

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Von: Jürgen Heide

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Die Bad Wildungerin Verena Oßwald (Zweite von links) hat sich gegen die Dortmunderin Tessa van Zijl (von links) durchgesetzt. Eine Szene aus dem Handball-Bundesligaspiel zwischen der HSG Bad Wildungen und Borussia Dortmund in Bergheim
Freie Bahn: Die Bad Wildungerin Verena Oßwald (Zweite von links) hat sich gegen die Dortmunderinnen Merel Freriks und Tessa van Zijl (von links) durchgesetzt. Hinten beobachtet Viper Marieke Blase die Szene. © Matthias Lange

Die HSG Bad Wildungen hat in der Handball-Bundesliga Meister Dortmund einen großen Kampf geboten und nur knapp mit 30:31 (16:15) verloren.

Bergheim – Sechs Sekunden waren beim Stand von 30:31 noch zu spielen, als die Dortmunderin Alina Grijseels an Bad Wildungens Torfrau Manuela Brütsch scheiterte. Doch die restliche Zeit reichte zum hoch verdienten Ausgleich der couragierten Gastgeberinnen gegen den Meister nicht mehr aus und ließ HSG-Linkshänderin Jana Scheib nach der Schlusssirene frustriert zu Boden sacken. Der Tabellenzweite der Handball-Bundesliga kam so beim Dreizehnten zu einem sehr glücklichen Erfolg, der beim 31:26 (56.) schon klar schien, bevor sich die Vipers noch einmal bravourös aufbäumten.

„Ein Punkt wäre verdient gewesen“, sagte Trainerin Tessa Bremmer. Sie ärgerte sich, dass der BVB nach dem 30:31 durch Kira Schnacks Siebenmetertor 72 Sekunden vor Schluss seinen letzten Angriff „über eine Minute lang“ ausspielen durfte. „Wir sind froh über die zwei Punkte“, gab Dortmunds Trainer André Fuhr zu.

Letztlich konnte Bad Wildungen den 22:27-Rückstand nach 49 Minuten nicht mehr kompensieren, als sich die Südwaldeckerinen nach dem 22:23 (46.) zu viele einfache Fehler leisteten. Diese Schwächephase nutzte der BVB mit vor allem mit Tempogegenstößen gnadenlos aus. Bremmer, die vorher schon zwei nicht nötige Auszeiten genommen hatte, kam mit ihrem folgenden dritten Timeout ebenso zu spät wie mit der Auswechslung der lange Zeit sehr starken Regisseurin Maxime Struijs, die bis dahin durchgespielt hatte, aber eine frühere Pause benötigt hätte (53.).

Lautstark wurde die HSG vor 144 Zuschauern in der Sporthalle Edertal in Bergheim zu Recht gefeiert. Doch dafür gibt es keinen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, sodass für die Vipers nur die Erkenntnis blieb, dass gegen den Meister viel mehr drin gewesen wäre.

Gegen den schwer ins Spiel findenden BVB führten die Vipers nach Scheibs Doppelschlag nicht nur mit 2:0 (6.), sondern nach zehn Minuten überraschend sogar mit 6:3. Zwar glichen die müde wirkenden Dortmunderinnen beim 7:7 (14.) erstmals aus, doch nach dem 9:7 durch die eingewechselte Halblinke Verena Oßwald (16.) zogen die couragiert aufspielenden Südwaldeckerinnen sogar bis 13:9 davon.

Während der Tabellenvorletzte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwartete, lebte der langsam agierende BVB vor allem vor dem Wechsel hauptsächlich von der Klasse seiner Nationalspielerinnen Alina Grijseels (sieben Tore, davon zwei durch Siebenmeter) und Mia Zschocke (5). Mit seinen zusammen zwölf Treffern hielt das Rückraumduo die Gäste bis zur Halbzeit im Spiel. Bis dahin hatte Bad Wildungens starke Torfrau Manuela Brütsch sieben Paraden aufzuweisen und damit großen Anteil daran, dass die HSG nach dem 14:14 (29.) mit einer 16:15-Führung in die Pause ging.

Nach der gerieten die Vipers nach dem 17:16 (32.) beim 17:18 in der 34. Minute erstmals in Rückstand. Doch selbst nach dem 17:19 (36.) schlugen die HSG zur Freude ihrer begeisternden Fans zurück, die das 21:21 durch Munia Smits lautstark feierten (44.), was aber zugleich der letzte Ausgleich der Bad Wildungerinnen bleiben sollte.

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