Bad Wildungen: Trainersuche gestaltet sich ohne Mandat schwierig – Happe nicht abgeneigt

Vipers: Merck zieht sich zurück

Katharina Merck

Bad Wildungen. Katharina Merck und Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen Vipers gehen ab sofort getrennte Wege. Wie Jochen Backhaus, Beiratsvorsitzender der Südwaldeckerinnen, mitteilt, werde Merck sich komplett aus dem sportlichen Part der Vipers und dem operativen Geschäft zurückziehen. „Sie will nicht mehr und wird auch im Hintergrund keine Fäden ziehen“, erklärte Backhaus. Merck selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Damit hat die Gesellschafterin und Mäzenin auch keinen Einfluss auf die Suche nach den vakanten Posten des Cheftrainers, des sportlichen Leiters und des Geschäftsführers. Gespräche mit potenziellen Nachfolgern für Markus Berchten (Trainer und Sportlicher Leiter) und Geschäftsführer Dirk Ex darf momentan niemand führen, weil es derzeit keine befugten Entscheidungsträger im Verein gibt.

„Aber das Mandat ist in Arbeit“, stellt Backhaus fest, der trotz der sportlichen Misere und der finanziellen Schieflage optimistisch in die Zukunft blickt. „Der Sponsoren-Arbeitskreis arbeitet an einer positiven Entwicklung“, sagt der Beiratsvorsitzende. Erste Belege könnten den Gönnern der Vipers bereits an diesem Freitag beim nächsten Sponsoren-Frühstück präsentiert werden.

Cojocar Kandidat?

Was die Trainer-Frage betrifft, ist derzeit alles Spekulation. Ein Name, der im Umfeld immer wieder fällt, ist Lazar Cojocar. Der ehemalige rumänische Nationalspieler und Diplom-Sportlehrer liegt aktuell mit der HSG Kleenheim an erster Stelle in der 3. Liga West. Zuvor war der 42-Jährige bei der HSG Sulzbach/Leidersbach und HSG Bensheim/Auerbach tätig. Nach HNA-Informationen stand Cojocar bereits im Frühjahr mit der HSG in Kontakt, als Dirk Ex erfolglos eine Trennung von Berchten anstrebte.

Ex-Nationalspieler Thomas Happe, der die Vipers Miranda Robben und Anika Busch in Dortmund coachte, ist ebenfalls auf dem Markt. „Angesprochen hat mich von Bad Wildungen keiner. Aber ich bin nicht abgeneigt, wieder als Trainer tätig zu werden“, erklärt der Dortmunder auf Anfrage. Happe war zuletzt vor elf Monaten für Bundesligist Trier verantwortlich und ist derzeit im Vertrieb in der Textilbranche tätig. Fotos:  bf

Von Sebastian Schmidt

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