Handball: Latakaite und Willimann haben keine Chance mehr auf EM-Teilnahme

Vipers im Nationaldress glücklos

Sie verletzte sich an der Wade: Ruta Latakaite. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Drei Spielerinnen des Handball-Bundesligisten HSG Bad Wildungen waren in der vergangenen Woche in Sachen Nationalmannschaft unterwegs. Ruta Latakaite (Litauen) und Andrea Willimann (Schweiz) kämpften um die EM-Qualifikation, Sabine Heusdens (Niederlande) war bei einem Vorbereitungslehrgang für die Olympia-Qualifikation dabei.

Ruta Latakaite war bei ihrer Rückkehr in die Nationalmannschaft nicht vom Glück verfolgt. Zum einen musste die Spielmacherin der Vipers mit Litauen im Rückspiel in der Türkei eine unerwartete 31:36-Niederlage einstecken, zum anderen verletzte sich Latakaite dabei an der Wade.

„Ich habe mir in dem Spiel einen Muskelfaserriss zugezogen“, sagte die 32-Jährige nach ihrer Rückkehr nach Bad Wildungen. Im ersten Spiel gab es gegen die Türkei noch einen 35:31-Sieg. Mit nur zwei Punkten aus den bisherigen Spielen liegt Litauen auf dem letzten Gruppenplatz und hat nur noch eine theoretische Chance auf die EM-Qualifikation.

„Für uns geht es jetzt nur noch darum, Mazedonien zu ärgern“, so Latakaite, die in den beiden Spielen gegen die Türkei sieben Treffer erzielte und davon ausgeht, auch bei den nächsten Spielen im Aufgebot Litauens zu stehen.

Schlecht lief es auch für die Schweiz, die erneut zwei Niederlagen quittieren musste. Das Team um Bad Wildungens Kreisläuferin Andrea Willimann unterlag zweimal gegen Island – zu Hause mit 19:26, auswärts mit 16:31. Die in ihrer Qualifikationsgruppe punktlosen Schweizerinnen haben keine Chance mehr auf einen der ersten beiden Plätze, der für einen Start bei der Endrunde in den Niederlanden berechtigt. Auch Willimann verletzte sich bereits im ersten Spiel.

Sabine Heusdens zog nach dem Lehrgang mit der holländischen Nationalmannschaft ein positives Fazit. „Es war anstrengend, aber es hat Spaß gemacht“, meinte die 24-Jährige. Neben vielen Trainingseinheiten standen drei Testspiele gegen Tunesien auf dem Programm, die allesamt gewonnen wurden.

Mit der holländischen Nationalmannschaft möchte Sabine Heusdens, falls sie von Nationaltrainer Henk Groener ins endgültige Aufgebot berufen wird, eine Mission erfüllen. „Wir träumen von London“, so Heusdens. „Das ist das große Ziel.“ Um das letzte Ticket für die Olympischen Spiele 2012 zu ergattern, muss sich Holland Ende Mai in einem Qualifaktionsturnier gegen die Teams aus Spanien und Kroatien durchsetzen. (tsp/ppp)

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