Handball-Bundesliga, Frauen: Bad Wildungen am Samstag bei Schlusslicht Trier

Vipers reisen als Favorit an

Dürfte wieder auf Rechtsaußen rücken: Annika Busch, die hier in der Partie gegen Celle zum Torwurf kommt. Foto:  Kaliske

Bad Wildungen. Folgt für die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen der nächste große Schritt in Richtung Klassenerhalt? Holt der Bundesligaaufsteiger auch am Samstag bei Schlusslicht DJK/MJC Trier (19.30 Uhr) zwei Zähler, hätten die Vipers bereits elf Pluspunkte auf dem Konto – eine Zahl, die in den vergangenen vier Spielzeiten bereits zum Klassenerhalt gereicht hätte.

Klar ist: Die Vipers gehen als Favorit in die Begegnung – was bei der Konstellation Schlusslicht gegen den Tabellensiebten wahrlich auch kein Wunder ist, zumal Trier auch in Sachen Angriff und Abwehr die jeweils schlechtesten Werte der Liga aufweist.

Für die Vipers spricht zudem: Bislang haben die Südwaldeckerinnen in der Bundesliga noch nie gegen Trier verloren. In vier Spielen gab es vier Siege. Gegen keinen anderen Bundesligisten haben die Vipers eine solch gute Bilanz. Selbst in der Abstiegssaison 2012/2013 gingen beide Partien an die Bad Wildungerinnen.

Geht es nach Tessa Bremmer, soll am Samstag Sieg Nummer fünf folgen. „Ich hoffe, dass sich diese Statistik nicht ändert. Wir wollen unseren Trend fortsetzen“, so die Vipers-Trainerin, die natürlich weiß, dass ihr Team in dieser Partie die Favoritenrolle inne hat – was in dieser Saison nicht so oft vorkommen dürfte. „Damit müssen wir auch umgehen“, unterstreicht Bremmer.

Die Vipers können die Reise nach dem wichtigen Sieg gegen Celle aber ohne großen Druck, dafür mit viel Selbstbewusstsein antreten. Folgt ein Sieg in Trier, sind die Vipers auf dem besten Weg, den Klassenerhalt frühzeitig klar zu machen – wer hätte damit im Vorfeld gerechnet.

14 Punkte brauche man in dieser Saison, um ein weiteres Jahr in der Bundesliga buchen zu können, glaubt Bremmer und eröffnet eine einfache Rechnung: „Wenn wir elf nach der Hinrunde haben, brauchen wir in der Rückrunde nur noch drei.“ Klar ist aber auch: Die Vipers müssen weiter hochkonzentriert die Aufgaben angehen, zumal Trier laut Bremmer angesichts des Tabellenstandes alles geben wird.

„Auch wenn ihnen ein wenig die Qualität fehlt: Sie sind sehr kampfstark“, weiß die Bad Wildunger Trainerin und warnt besonders ihre Abwehr vor Rückraumspielerin Katrin Schneider, die in der Torschützenliste der Bundesliga mit 69 Treffern immerhin auf Rang vier notiert ist. „Gegen sie müssen wir aggressiv rausgehen. Sonst wird es für die Torhüterinnen schwierig.“

In Trier sind alle Vipers- Spielerinnen mit an Bord. Die Startformation könnte sich gegenüber dem Celle-Spiel allerdings ein wenig ändern. Petra Nagy dürfte wieder im linken Rückraum in die Startformation rutschen, Annika Busch somit wieder auf Rechtsaußen. „Petra ist gegen die Trierer Abwehr wohl die bessere Wahl“, glaubt Bremmer, die aber auch sagt, dass Busch für sie auch im Rückraum immer eine mögliche Option sei.

Von Thorsten Spohr

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