Vipers-Trainerin „böse“

Wildungen enttäuscht in Leverkusen und verliert 25:34

Hat es schwer, sich durchzusetzen: Die Bad Wildungerin Simona Cipaian (Mitte) gegen die Leverkusenerinnen Anna Seidel (4) und Johanna Heldmann (9). Foto:  Ralf Kardes

Leverkusen. Mit einer klaren 25:34 (13:16)-Niederlage kehrten die Vipers am Sonntagabend vom Auswärtsspiel der 1. Handball-Bundesliga beim TSV Bayer Leverkusen zurück.

Das hehre Ziel des heimischen Aufsteigers, bei den Handballelfen aus dem Werksklub nicht unbedingt Gastgeschenke verteilen zu wollen und im günstigsten Fall für eine echte Überraschung zu sorgen, konnte die Sieben von Trainerin Tessa Bremmer nicht in die Tat umsetzen.

Auch mit dem Nimbus des besten Aufsteigers, mit dem die Vipers in der Smidt-Arena aufgelaufen waren, ist es nun vorbei. Nach dieser durchaus zu erwartenden Schlappe ist Bad Wildungen Tabellenneunter und musste die Füchse Berlin nach deren 32:23-Erfolg in Bietigheim an sich vorbeiziehen lassen.

Einmal geführt

Nur einmal, zu Beginn führten die Vipers durch Vasilescus Tor, doch danach gaben die Gastgeberinnen das Heft kaum noch aus der Hand. Über 4:2 (6:19), 11:9 (19:10) ging es zum durchaus noch aufholbaren 13:16-Halbzeitstand aus Sicht der Gäste.

Zwar begann auch die zweite Halbzeit wieder mit einem Tor durch Laura Vasilescu, die per Siebenmeter zum 14:16 verkürzte. Doch dann zogen die Elfen auf 20:15 (36:21) davon. In der Schlussphase erwies sich dann auf Wildunger Seite Johanna Stockschläder als treffsicher, die drei ihrer vier Tore hier markierte.

Die beste Torschützin der Elfen, Kim Naidzinavicius, tauchte so oft frei vor dem Tor der Vipers auf, dass deren gute Torhüterin Manuela Brütsch irgendwann nur noch ratlos die Arme ausbreitete und hilfesuchend zur Bank schaute. „Die Abwehr hat Manu im Stich gelassen“, sagte Vipers-Coach Tessa Bremmer, die „wirklich böse“ mit ihrer Mannschaft war und aus ihrer Enttäuschung über die Leistung keinen Hehl machte.

Renate Wolf dagegen war zufrieden, und das durfte die Elfen-Trainerin auch sein. Ihre Spielerinnen hatten zwar in der ersten Hälfte noch ein bisschen Mühe, sich abzusetzen. Doch eine wirkliche Gefahr, das Spiel zu verlieren, bestand für die Elfen gegen einen zu harmlosen Gegner nicht.

„Ich habe der Mannschaft keine großartigen Vorgaben gemacht“, sagte Renate Wolf: „Die einzige Zielsetzung war, zwei Punkte zu holen.“ Aus einer guten Abwehr heraus erspielten sich die Elfen zahlreiche Chancen, die sie auch konsequent nutzten. „Ich habe im gesamten Spiel 13 Fehlwürfe gesehen“, sagte die Elfen-Chefin: „Das ist okay, das ist ordentlich.“

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