Vipers verlieren Test gegen Dortmund 27:30

Gestoppt: Angela Cioca (Bad Wildungen) kann sich nicht gegen die Dortmunderinnen Nadja Nadgornaja (links) und Saskia Weisheitel (rechts) durchsetzen. Foto: Lange

Bad Wildungen. Mit einer Niederlage endete für die Bad Wildunger Vipers das erste Testspiel vor heimischen Fans. Gegen Dortmund unterlag der Handball-Bundesligist vor 150 Fans mit 27:30 (11:10).

Das Ergebnis im Duell der beiden Erstligisten war für Tessa Bremmer zweitrangig. „Heute will ich viel ausprobieren“, stellte die Vipers-Trainerin schon vor dem Spiel klar. Das galt zu einem für das Personal: Alle Spielerinnen, bis auf die verletzte Nadja Bolze und die kranke Jana Pollmer sollten Gelegenheit bekommen, sich zu beweisen. Zum anderen war der Dortmund-Test für Bremmer taktisch ein Versuchsfeld - vor allem in der Defensive. „Wir spielen mit einer 5:1-Abwehr“, kündigte die Trainerin an. „Auch wenn das vom Ergebnis her vielleicht in die Hose geht und chaotisch aussehen kann.“

Allerdings wurde das gar nicht so schlimm. Zwar schlichen sich in der neuen Abwehrformation die ein oder anderen Abstimmungsprobleme ein. Ursächlich dafür, dass Dortmund mit 5:2 und 6:3 in Führung ging, war aber eher ein ideenloses Angriffsspiel in der Anfangsphase. Das wurde besser, als Laura Vasilescu eingewechselt wurde (16.) und die Vipers zusammen mit Sarah van Gulik und Cristina Mihai die mögliche Stamm-Rückraumachse für die Saison aufboten. Die baute deutlich mehr Druck auf und weil Helen van Beurden nun stark hielt, wurde aus einem 5:8-Rückstand eine 10:8-Führung (26.). „Da haben wir sehr gut gespielt, auch in der Abwehr. So will ich das sehen“, war Bremmer zufrieden.

Die wechselte in Hälfte zwei weiter durch - Johanna Stockschläder, Anouk Nieuwenweg und Simona Cipaian kamen. Auch die schlugen sich nicht schlecht. Vor allem Simona Cipaian bekam am Ende von Bremmer ein Lob. „Sie hat ein gutes Spiel gemacht, hatte schöne Würfe.“

Mit Laufe des Spiels agierten die Vipers nun aber im Angriff oft zu hektisch, was Dortmund zur erneuten 24:20-Führung (49.) nutzte. Das wurde in der Schlussphase wieder besser. Dortmund merkte man die Strapazen des Trainingslagers deutlich an. Die Gastgeberinnen waren beim 23:24 (54.) wieder in Reichweite, erst in den letzten 90 Sekunden kam Dortmund zum 30:27-Sieg.

„Es war eine ordentliche Mannschaftsleistung“, war Bremmer zufrieden. Auch beim Turnier in Fritzlar am Wochenende will die Vipers-Trainerin die Gelegenheit zum Testen in den beiden Gruppenspielen nutzen. Treffen die Vipers im Finale am Sonntag wie im Vorfeld erwartet erneut auf Dortmund, will Bremmer den Druck auf ihr Team auch in Sachen Ergebnis aber deutlich erhöhen.

Bad Wildungen - Tor: van Beurden, Brütsch (n.e.); Feld: Stockschläder 1, Busch 5, Nieuwenweg 3, Schmidt-Robben, Mihai 3, Cipaian 3, Nagy 2, Vasilescu 6, van Gulik 4, Cioca.

Von Thorsten Spohr

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