Handball-Bundesliga Frauen: HSG Bad Wildungen auswärts gefordert

Vipers wollen am Sonntag auch bei Bayer Leverkusen punkten

Freie Bahn: Die Bad Wildunger Linksaußen und Ex-Leverkusenerin Anna-Maria Spielvogel (links) hat sich gegen die Oldenburgerin Jenny Behrend (verdeckt) durchgesetzt und nimmt das Gehäuse von Nele Reese ins Visier.
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Freie Bahn: Die Bad Wildunger Linksaußen und Ex-Leverkusenerin Anna-Maria Spielvogel (links) hat sich gegen die Oldenburgerin Jenny Behrend (verdeckt) durchgesetzt und nimmt das Gehäuse von Nele Reese ins Visier.

„Der Spielausgang wird von der Tagesform abhängen, aber wir haben auch in Leverkusen die Chance zu punkten“, sagt Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer vor dem Handball-Bundesligaspiel am Sonntag (18. Oktober, 16 Uhr, Ostermann-Arena) bei Bayer.

Bad Wildungen - In der Vergangenheit lieferten sich der gastgebende Neunte und die auf Rang zehn stehenden Vipers fast durchgehend immer enge Spiele. In der Vorbereitung wurde die HSG aber am 20. August 2020 bei ihrer 24:36-Pleite gegen die Werkselfen von diesen in der Ense-Halle überrannt. „Da hatte Leverkusen einen guten Tag und wir waren richtig schlecht“, sagt Bremmer.

Deren Team hatte zuletzt beim überraschenden 30:27-Auswärtssieg im Hessenderby bei der HSG Bensheim/Auerbach seine stärkste Saisonleistung gezeigt. In der Schlussphase hatten die Vipers dabei erstaunlicherweise mit Rückkehrerin Marieke Blase und Ersatzspielmacherin Maria Ines Da Silva Pereira sogar zwei Handballerinnen auf dem Feld, die bis dahin keine oder nur wenig Einsatzzeit in dieser Saison hatten. Auch deshalb hofft Bremmer auf eine geschlossene Mannschaftsleistung ihres Teams, bei dem in der Trainingswoche die Erleichterung über den wichtigen Sieg in Südhessen spürbar war. „Damit haben wir uns die zwei Punkte zurückgeholt, die wir in Rosengarten verloren hatten“, sagt Tessa Bremmer in Anspielung auf die 20:24-Pleite beim Neuling.

Nur allzu gerne würde die Niederländerin mit einem Coup in Leverkusen, wo ihr Team schon drei Pflichtspiele gewann, auch die 30:31-Niederlage gegen den VfL Oldenburg kompensieren. Bei diesem Unterfangen hofft sie auch auf Ex-Bayer-Jugendspielerin Annika Ingenpaß zurückgreifen zu können, die sich in Bensheim eine Bänderdehnung im rechten Fuß zugezogen hatte. „Es sieht ganz gut aus“, sagt Bremmer, die auch wegen der Blessur von Ingenpaß wie schon in Bensheim auf einen Abwehr-/Angriffswechsel zwischen der deckungsstarken U20-Nationalspielerin Maxi Mühlner und der torgefährlicheren Blondine setzen dürfte.

Im linken Rückraum kann die Bad Wildunger Trainerin nach der Rückkehr von Blase mit dieser, Larissa Platen, Munia Smits und Sabine Heusdens nun gleich auf vier Spielerinnen zurückgreifen. „Das ist bei uns im Moment die spannendste Position“, sagt Bremmer. Aber auch Bayer sieht sie als „recht breit besetzte Mannschaft“ an, die in der Abwehr gut verschiebe. „Leverkusen ist eine Wundertüte“, sagt Bremmer über das Team von Michael Biegeler und Renate Wolf, was diese Einstufung auch durch den überraschenden 25:23-Sieg bei TuS Metzingen am Mittwochabend bestätigte. „Die müssen gegen uns gewinnen. Aber wir fahren mit einem guten Gefühl hin, haben Lust auf das Spiel und sind kampfbereit“, so Coach Tessa Bremmer.

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