Handball-Bundesliga Frauen

Vipers wollen ihren guten Lauf bei Union Halle-Neustadt fortsetzen

Stop: So wie hier Kira Schnack (links) soll auch der Rest des Bad Wildunger Teams Halles starke Spielmacherin Sophie Lütke attackieren.
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Stop: So wie hier Kira Schnack (links) soll auch der Rest des Bad Wildunger Teams Halles starke Spielmacherin Sophie Lütke attackieren.

Es ist das zweite Duell innerhalb von zwei Wochen: Nach dem Pokalsieg trifft Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen am Samstag, 21. November, im Punktspiel auf den SV Union Halle-Neustadt.

Bad Wildungen – Dass ihrer Mannschaft einmal drei Siege am Stück gelangen, daran kann sich Trainerin Tessa Bremmer nicht erinnern. Doch nach den Erfolgen in der 1. Handball-Bundesliga über den Buxtehuder SV (33:27) und die Kurpfalz Bären (32:30) will die HSG Bad Wildungen auch die Neuauflage des Duells mit dem SV Union Halle-Neustadt (19 Uhr, Erdgas-Arena) gewinnen. Und das, nachdem sich die Vipers vor knapp zwei Wochen in ersten Pokalrunde in der Ense-Halle gegen den Erstligaaufsteiger mit 37:31 (17:12) durchgesetzt hatten.

„Wenn wir mit zehn Punkten in die EM-Pause gehen würden, wäre das unglaublich“, sagt Bremmer in Anspielung auf die letzte Begegnung vor der Europameisterschaft in Dänemark (3. bis 20. Dezember 2020). Unglaublich wäre die Ausbeute zwar nicht unbedingt, aber sicherlich gut und eine solide Basis für den angestrebten Klassenerhalt. Mit einem Erfolg in Halle würden die mit 8:8-Punkten auf Rang zehn stehenden Vipers die überraschend auf Platz acht rangierenden gastgebenden Wildcats (9:7) überholen und bis zur geplanten Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 27. Dezember (16 Uhr) mit der Partie gegen die TuS Metzingen auf einem einstelligen Platz stehen.

Ganz ohne Zuschauer

Dorthin zu gelangen, wird am Samstag trotz zwei in der knappen Siegen in der Vorbereitung über Halle und dem souveränen Erfolg im Pokal nicht leicht werden. Denn die Gastgeberinnen, die erstmals zu Hause coronabedingt ganz ohne Zuschauer spielen müssen, sind sehr heimstark. „Sie haben mittlerweile gegenüber uns einen Vorteil in der Breite, was Bremmer vor allem an der Rückkehr von Sophie Lütke nach ihrem Kreuzbandriss festmacht. „Sie ist für mich bei Halle die beste Spielerin“, sagt Bremmer über die flinke Spielmacherin, die im Pokal nach ihrer Einwechslung mit acht Toren glänzte. Bremmer hat auch großen Respekt vor der kroatischen Torfrau Anica Gudelj, die im Pokalspiel erst zur Pause eingewechselt worden war.

„Wir müssen uns in der Abwehr steigern“, fordert Bremmer, die im Innenblock wie zuletzt auf Sabine Heusdens und die im Angriff noch auf ihren Durchbruch wartende Ex-Mainzerin Larissa Platen setzt. Im Tor will sich Bremmer nach den Trainingsleistungen zwischen Kapitänin Manuela Brütsch und Lea Schüpbach entscheiden, wobei sie im Hinterkopf die starke Vorstellung des Neuzugangs im Pokal hat.

Spiel auf Augenhöhe

Auf Linksaußen ist wegen ihrer Abwehrstärke erst einmal Anna-Maria Spielvogel trotz Alina Ottos guter Vorstellung gegen die Kurpfalz Bären erste Wahl. „Halle wird bestimmt etwas galliger rangehen als im Pokal“, sagt Otto und erwartet wie Bremmer „ein spannendes Spiel auf Augenhöhe“.

Bremmer hofft, dass ihre Mannschaft vor der Unterbrechung aufgrund der EM-Pause „noch einmal richtig Gas gibt, obwohl die Mädels platt sind“ und „wir die Pause herbei sehnen“, wie Linkshänderin Jana Scheib zugibt. „Wir wollen unseren Lauf fortsetzen und weiter das schöne Gefühl des Siegens haben“, sagt Bremmer. Sie findet es „außergewöhnlich, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison schon so viele Punkte haben“. Deshalb wäre für sie auch eine Niederlage gegen das Team von Jan-Henning Himborn, der wenige Tage vor der Saison den gerade erst verpflichteten Ex-Kirchhof-Coach Christian Denk als Trainer abgelöst hat, „kein Weltuntergang“.

Gleichzeitig stuft die Niederländerin die Partie aber als „extrem wichtig“ ein, weil sie „Halle wie Oldenburg, Göppingen und uns“ zu den Mannschaften zählt, die darum kämpfen dürften, Relegationsplatz 13 zu vermeiden.

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