HANDBALL-BUNDESLIGA Frauen

HSG Bad Wildungen verspielt möglichen Sieg gegen Halle und unterliegt 29:33

Stärkste Viper in Halle: Munia Smits (Mitte), der sich die Wildcats Swantje Heimburg (links) und Helena Mikkelsen entgegenstellen.
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Stärkste Viper in Halle: Munia Smits (Mitte), der sich die Wildcats Swantje Heimburg (links) und Helena Mikkelsen entgegenstellen.

Mit einer 29:33-Niederlage kehrte Handball-Bundesligist HSG Bad Wildungen vom SV Union Halle-Neustadt zurück.

Halle - Knapp 43 Minuten in der SWH-Arena waren gespielt, da begann jene Abfolge von Geschehnissen, mit denen die Bundesliga-Partie der Handballerinnen der HSG Bad Wildungen am Samstag beim SV Union Halle-Neustadt ins Rutschen kam und am Ende zur 29:33 (14:13)-Niederlage geriet. Annika Ingenpaß hatte gerade am Kreis den Ball zum 22:22 ins Tor gemogelt, als Munia Smits den Wurf von Simone Petersen abfing.

Beim folgenden Konter der Vipers  unterlief Kira Schnack ein technischer Fehler, den Gegenangriff nutzte Petersen, um auf 23:22 für die Wildcats zu stellen.

Beim Tor handelte sich Wildungens Jana Scheib eine Zwei-Minuten-Strafe ein. Den nächsten Vorstoß der Gäste setzte Smits an die Latte, der Konter der Hallenserinnen durch Pia Dietz dagegen saß: 24:22 (46.). Der kleine Spielausschnitt zeigt zweierlei: Die Wildungerinnen hatten ihre Chancen, doch es kam ihnen zu oft was dazwischen. Umgekehrt vermochten sie im zweiten Abschnitt die Rückraum-Achse des Gegners mit Spielmacherin Camilla Madsen und ihren wurfstarken Nebenspielerinnen Petersen und Helena Mikkelsen nie wirksam zu stoppen.

In Halbzeit eins überzeugt

„Wir haben eigentlich jeden Ball reinbekommen“, sagte HSG-Trainerin Tessa Bremmer zur Abwehrleistung ihres Teams im zweiten Abschnitt. Noch in der Pause hatte sie „das Gefühl, dass wir das Spiel gut im Griff haben. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und ein paar Gegentore nur mit ein bisschen Pech reinbekommen.“ Die Gäste spielten konsequent und aggressiv in der Abwehr. Mit insgesamt acht Paraden in Halbzeit eins überzeugte zudem Torhüterin Manuela Brütsch.

Bei Wiederbeginn war Tessa Bremmer überzeugt: „Wenn wir das durchziehen, können wir mit zwei Punkten nach Hause gehen.“ Das Angriffsspiel der Vipers blieb ordentlich; nur einmal in dieser Saison haben sie in der Liga 29 Mal getroffen, und zwar beim Sieg über Buchholz. Dagegen fand die Abwehr auf die Veränderungen im Rückraum des Gegners keine Antwort, sie packte häufig zu spät zu. Die starke Munia Smits, zehn Mal erfolgreich und beste Werferin ihres Teams, brachte die Gäste zum 17:16 per Siebenmeter das letzte Mal nach vorn (36.).

Kleinigkeiten entscheiden

„Es sind Kleinigkeiten, die so ein Spiel entscheiden“, sagte Bremmer. Mit der Zwei-Tore-Führung in der 48. Minute steuerte Union Kurs Heimsieg. Bremmer nahm zwei weitere Auszeiten, beim dritten Timeout hieß es 27:23 für die Wildcats (50.). Nach dem 27:24 stellte die Trainerin auf 4:2-Deckung um, doch obwohl Schüpbach einen Siebenmeter der bis dahin stets erfolgreichen Julia Niawiadomska hielt (55.), blieb die späte Wende aus.

Die Partie war gelaufen als Anna-Maria Spielvogel drei Minuten vor dem Ende beim 30:26 die dritte Zeitstrafe gegen die HSG kassierte. Die darauf eingewechselte Julie Hafner und Smits sorgten dafür, dass der Rückstand im Rahmen blieb.   (Gerhard Menkel)

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