HSG Bad Wildungen im Spiel um Platz zehn

Vipers zum Bundesliga-Saisonfinale beim TV Nellingen zu Gast

+
Abschiedsspiel: Rinka Duijndam (links), die hier bei der 26:30-Hinspielpleite gegen Nellingen versucht den Wurf von Stefanie Schöneberg abzuwehren, steht letztmals im HSG-Tor.

Bad Wildungen. Ein Spiel um Platz zehn wird das Saisonfinale der HSG Bad Wildungen am Samstag (18 Uhr, Sporthalle 1) beim TV Nellingen werden. Die Vipers liegen derzeit als aktueller Zehnter nur aufgrund der um 16 Treffer besseren Tordifferenz vor den mit 15:35 Zählern punktgleichen Gastgeberinnen.

Gegen die verlor die HSG nach desolater Leistung ohne die erkrankte Abwehrchefin und Kreisläuferin Tamara Haggerty das Hinspiel am 3. Februar mit 26:30 (11:13).

So gäbe es neben einem schönen Saisonabschluss mit der Platzierung und einer Revanche für die Heimniederlage gute Gründe für die Vipers, sich mit höchstem Einsatz aus der Spielzeit zu verabschieden. Dem steht allerdings entgegen, dass die Vipers derzeit im wahrsten Sinne des Wortes ihre Wunden lecken. Zum einen mental, um den durch das enttäuschende 29:33 im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger Oldenburg geplatzten Traum von der Finalteilnahme und vielleicht auch mehr zu verarbeiten, zum anderen dadurch, dass viele Spielerinnen zudem körperlich angeschlagen sind.

Viele Verletzungen

So plagen sich die Linksaußen Miranda Schmidt-Robben (Ellenbogen) und Sina Ritter (Daumen) ebenso mit Verletzungen wie die Rückraumspielerinnen Laura Vasilescu (Fuß) und Anouk Nieuwenweg (Knie) herum, während die gerade erst nach ihren Kreuzbandrissen zurückgekehrten Annika Busch und Romy Bachmann beim Final Four-Turnier in Stuttgart sehr hoch belastet wurden. So gilt für Trainerin Tessa Bremmer in Nellingen die oberste Prämisse, „dass sich niemand verletzt“, auch wenn sie natürlich mit ihrem Team gerne Zehnter bleiben und „für das blöde Spiel in Bad Wildungen“ Wiedergutmachung leisten würde. 

„Nellingen ist ein unangenehmer Gegner, der mich an unsere ersten Jahre in der Bundesliga erinnert und mit Pascal Morgant einen guten Trainer hat, der sich auch taktisch immer etwas einfallen lasse“, sagt Bremmer. „Zudem haben sie mit Anna Bocka eine sehr gute Torfrau“, fügt die 34-Jährige mit einem Grinsen über die künftige Vipers-Keeperin an. Die 24-Jährige wird bei der HSG Nachfolgerin von Rinka Duijndam (Dortmund).

Schon Remis reicht

„Nellingen wird in seinem letzten Heimspiel noch einmal Vollgas geben“, ist sich Bremmer sicher und hofft gleichzeitig, dass sich ihr Team noch einmal zu einer Energieleistung aufraffen kann, dass man trotz der schlechten Voraussetzungen zumindest mit Platz zehn, für den schon ein Unentschieden ausreichen würde, die Heimreise antreten kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.