Handball-Bundesliga, Frauen: Bad Wildungen steht erneut vor Auswärtsspiel

Nun wartet Leverkusen

Richtete nach der überraschenden Niederlage in Trier den Blick schnell wieder nach vorn: Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. Foto: Hedler

Bad Wildungen. Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt den Handballerinnen der HSG Bad Wildungen nicht. In der Bundesliga wartet am Sonntag in Leverkusen (16 Uhr) die nächste Aufgabe auf die Vipers, die das letzte Spiel bei Schlusslicht Trier beim 29:30 gehörig in den Sand setzten.

Eine schwierige Aufgabe für den Aufsteiger, der allerdings in Leverkusen wieder aus der Außenseiterrolle angreifen kann. Und die scheint den Südwaldeckerinnen besser zu liegen. Denn zuletzt in Trier galt Bad Wildungen erstmals in dieser Spielzeit als Favorit – und prompt ging die Partie verloren. Erstmals zogen die Vipers übrigens in einem Duell gegen einen direkten Konkurrenten in Sachen Klassenerhalt den kürzeren. „Das war eine Überraschung der negativen Art“, unterstreicht Trainerin Tessa Bremmer.

Bleibt die Frage, ob ihr Team in Leverkusen diese unglückliche Niederlage schon verarbeitet hat. Am Montag stand die Aufarbeitung im Training auf dem Programm, dann wurde der Blick, wie es bei Bremmer üblich ist, wieder nach vorn gerichtet. „Ich bin eben nicht der Typ, der eine Niederlage tagelang thematisiert“, erklärt die Vipers-Trainerin.

Dass ihre Spielerinnen die Partie auf die leichte Schulter genommen hätten, verneint die Niederländerin vehement, auch wenn sie mit der Einstellung ihrer Mannschaft nicht zufrieden war. Zu schnell und zu oft hätten ihre Spielerinnen die Köpfe hängen gelassen, dazu gesellte sich plötzlich das Thema Chancenverwertung auf die Liste der Bad Wildunger Probleme. „Wir haben zu viele freie Bälle verworfen“, so Bremmer, die hinzufügt: „Wir hätten das Spiel in Trier gewinnen können. Daraus müssen wir lernen.“

Nun geht es nach Leverkusen, eine Mannschaft, die vor einer Woche noch gerade einmal zwei Punkte vor den Vipers stand. Für Bremmer überraschend: „Es wundert mich schon, dass sie so weit unten stehen. Aber Leverkusen steckt in einem Umbruch. Sie mussten sich erst finden, das war zu Beginn das Problem.“ Dennoch hätten die Bayer-Elfen einen qualitativ guten Kader. „Sie werden noch nach oben klettern“, ist sich die Vipers-Trainerin sicher.

Die glaubt dennoch, dass ihr Team unterm Bayer-Kreuz eine Chance habe. So setzt Bremmer auf ihre Abwehr, die dem Leverkusener Rückraum konsequent die Wurflaune nehmen soll. Dazu habe man im Angriff Chancen, wenn man mit Tempo in die Bayer-Defensive gehe. „Die Lücken sind dann da“, glaubt Bremmer, die ihren kompletten Kader einsetzen kann. Einzig Jana Pollmer, deren Vertragsverlängerung unter der Woche bekanntgegeben wurde, konnte wegen einer Bronchitis nicht trainieren. „Sie wird aber im Kader stehen.“

Von Thorsten Spohr

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