Handball: Vier Gründe, die dafür sprechen, dass Bad Wildungen die Playoffs erreicht

Warum es diesmal klappt

In Bad Wildungen wird derzeit viel gejubelt: Torhüterin Julia Gronemann und die HSG liegen auf Playoff-Kurs. Foto:  Eibner-Pressefoto

Bad Wildungen. Nach 13 Partien in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen liegt die HSG Bad Wildungen mit 20:6-Punkten auf dem dritten Tabellenplatz und steuert damit zielstrebig einen der ersten vier Ränge an, die zur Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs berechtigen. Durchaus glänzende Aussichten, wenn da nicht die Erinnerung an die letzte Spielzeit wäre.

Rückblende: Im ersten Heimspiel des Jahres 2010 gewann Bad Wildungen gegen Weibern mit 26:20 und verdrängte den Gast vom dritten Tabellenplatz. Doch dann ging es steil bergab für die Mannschaft von Trainer Gernot Weiss. Es folgten bittere Pleiten unter anderem beim SC Riesa (24:30), in Mainzlar (27:38) und Bensheim (20:27). So blieb am Ende der fünfte Tabellenplatz, der für einen Aufsteiger aller Ehren wert, aber schließlich doch weniger war, als man zum Jahresbeginn erhoffen durfte.

Die Restrückrunde der laufenden Saison muss jedoch keine Kopie der letzten werden. Wir nennen vier Gründe, die die Anhänger daran glauben lassen, dass es diesmal mit der ersehnten Playoff-Teilnahme klappt.

Gewachsene Einheit

Im zweiten Zweitliga-Jahr präsentiert sich die HSG als gewachsene Einheit, die zudem an spielerischer Qualität in der Breite mächtig zugelegt hat. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der neuen Regisseurin Ruta Latakaite. Die erfahrene litauische Spielmacherin schlug groß ein und ist in Abwehr und Angriff eine echte Führungspersönlichkeit.

Steigerung in Defensive

„Unsere Abwehr steht jetzt besser“, sagte Linksaußen Miranda Robben vor einer Woche. Den Beweis lieferte ihre Mannschaft beim 33:24-Triumph im Spitzenspiel in Nellingen, wo die HSG einen früheren Angstgegner erneut bezwang und dabei phasenweise vorführte. Mit 304 kassierten Gegentoren (im Schnitt nur 23 pro Spiel) stellt die HSG die beste Abwehr der Liga. Die aggressive 6:0-Formation ist bei Gegenern gefürchtet.

Starke Torhüterinnen

Mit Danja Lerch hat die HSG eine der stärksten Torfrauen der Liga in ihren Reihen. Ebenso erfreulich: Als Lerch in Nellingen nicht dabeisein konnte, lieferte Julia Gronemann als Vertreterin eine ebenso starke Leistung ab.

Das Restprogramm

In den ausstehenden Partien gegen die abgeschlagenen Schlusslichter Albstadt und Mainz ist die HSG Favorit und hat es in den Heimspielen gegen Weibern (Sa., 19 Uhr) und Dortmund (19. Februar) selbst in der Hand, direkte Playoff-Konkurrenten auf Distanz zu halten. Die höchsten Auswärtshürden warten noch in Metzingen und Riesa. Die Aufgabe beim Topfavoriten Bensheim-Auerbach wird schwer.

HSG-Trainer Gernot Weiss wiegelt in Sachen Playoffs noch ab. „Wir denken weiter nur von Spiel zu Spiel. Wir haben wie zuletzt in Nellingen schon tolle Spiele abgeliefert. Aber noch haben wir unter dem Strich nichts gewonnen“, verdeutlicht der 44-Jährige, der in seiner dritten Saison in Bad Wildungen den größten Erfolg vor Augen hat. (ppp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.