Bad Wildungen reist zum Schlusslicht SVG Celle

Will mit ihrem Team weiter fleißig Punkte sammeln: Annika Busch tritt mit der HSG Bad Wildungen am Samstag in Celle an. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Nach dem wichtigen 26:24-Sieg über Berlin kann Handball-Erstligist HSG Bad Wildungen die nächste Aufgabe deutlich entspannter angehen.

Am Samstag tritt die HSG ab 19.30 Uhr beim Bundesliga-Schlusslicht SVG Celle an – als Favorit.

Wie sich die Vorzeichen ändern können: Im Januar, beim Hinspiel zwischen der HSG Bad Wildungen und der SVG Celle standen die Vipers noch unter großem Druck, den ersten Heimsieg der Saison zu erzielen. Das glückte beim 26:24 und während die Südwaldeckerinnen in der Folge weiter Punkte für den Klassenerhalt sammelten, war die Niederlage für Celle der Auftakt einer Serie von nunmehr 13 sieglosen Spielen – negativer Höhepunkt war zuletzt die 21:24-Heimpleite im Kellerduell gegen Trier und das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz.

Über die Gründe des Celler Absturzes rätselt auch Tessa Bremmer. „Celle ist eine deutlich bessere Mannschaft: zwei gute Außen, ein breit besetzter Rückraum und stark am Kreis“, so die Vipers-Trainerin. Deswegen glaubt sie nicht, dass das Spiel gegen den Mitaufsteiger ein Selbstläufer wird. „Celle wird kämpfen, das wird ein hartes Spiel für uns.“ Klar ist: Die Vipers müssen die Spannung unbedingt hochhalten, auch wenn das Ziel Klassenerhalt kaum noch in Gefahr ist. „Aber wir wollen ja noch ein paar Punkte holen“, so Bremmer.

Vor allem auf dem Mittelblock der Abwehr kommt einiges an Arbeit zu, denn Celle verfügt über Werferinnen aus dem Rückraum, setzt aber auch immer wieder den Kreis ein. Und: Da Celle lange Angriffe spielt, muss die Konzentration bis zum Ende hochgehalten werden. Im Angriff werden es die Vipers mit einer offensiven Deckung zu tun bekommen, gefragt ist bei den Gästen, die komplett anreisen, Bewegung ohne Ball.

Auch in Celle dürfte Bremmer auf die Spielerinnen der ersten Reihe setzen, die zuletzt in starker Form waren. Wirkliche Konkurrenz gibt es bei den Vipers derzeit nur auf Linksaußen, auf den anderen Positionen sind laut Bremmer die Lücken zwischen erster und zweiter Reihe „sogar größer geworden“.

Die Trainerin unterstreicht: „Einsatzzeiten muss man sich im Spiel, aber auch im Training verdienen.“ Man hört raus: Bremmer sieht hier deutliches Steigerungspotenzial, auch wenn sie weiß: „Derzeit ist es natürlich schwierig, an Spielerinnen wie zum Beispiel Laura Vasilescu oder Annika Busch vorbeizukommen.“

Von Thorsten Spohr

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