2. Handball-Bundesliga, Frauen: Spielbetrieb in Bad Wildungen geht weiter

Die Zukunft ist gesichert

Er sieht die Zukunft positiv: Laut dem sportlichen Leiter Markus Berchten ist der Spielbetrieb auch für die neue Saison gesichert. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Gute Laune bei den Handballerinnen der HSG Bad Wildungen: Nicht nur der 36:25-Pokalsieg über den Erstligisten DJK/MJC Trier sorgte im Lager der Südwaldeckerinnen für großen Jubel. Denn mittlerweile steht fest: Der Handball in Bad Wildungen hat eine Zukunft.

Dies erklärte der sportliche Leiter Markus Berchten auf Anfrage der HNA. „Die Zukunft ist grundsätzlich gesichert“, so der Schweizer. Allerdings werde sich das Konzept des Handballs in Bad Wildungen ändern, wie Berchten ausführte. Der Nachwuchs soll bei der HSG auch in der Zweitligamannschaft wieder mehr Stellenwert bekommen.

Zwar will der Verein die bisherigen Leistungsträgerinnen wie Miranda Robben, Ruta Latakaite, Sabine Heudens, Cristina Mihai, Sabine Kirmse oder Torhüterin Danja Lerch halten. Hinter ihnen sollen aber zum einen junge, talentierte Spielerinnen nach Bad Wildungen kommen, die sich bei der HSG entwickeln sollen. Ihnen soll in der Badestadt eine berufliche Perspektive, zum Beispiel Ausbildungsplätze, geboten werden. Als Ergänzung zum Kader sollen zudem vermehrt Spielerinnen aus dem Handball-Leistungszentrum eingebaut werden.

„Das ist unser Plan“, so Berchten. „Das Gerippe der Mannschaft soll sich nach Möglichkeit nicht ändern.“ Klar ist aber auch: Der Etat des Zweitligateams muss gesenkt werden. In dieser Saison soll er 250 000 Euro betragen haben. Somit werden auf die Spielerinnen Einbußen zukommen.

Erste Gespräche sind laut Berchten geführt, der Schweizer sieht positive Signale. Anfangs sei es zwar schwierig gewesen, angesichts der finanziellen Probleme und den Änderungen im Vorstand eine neue Vertrauensbasis zu schaffen. Mittlerweile sei diese aber vorhanden. „Die Spielerinnen wissen jetzt, welches Konzept wir verfolgen und wo es mit dem Handball in Bad Wildungen lang gehen wird.“

Konkrete Zahlen konnten die Verantwortlichen dem Kader aber noch nicht nennen. An diesem Mittwoch sollen den Verantwortlichen einen Buisnessplan vorgelegt bekommen. Dieser wurde von einem Wirtschaftsprüfer erarbeitet und soll die Richtung für die kommende Saison vorgeben. „Da werden wir die Hausnummer wissen, mit der wir planen können“, so Berchten. Erst dann können konkrete Verhandlungen mit den Spielerinnen folgen. Dazu soll in den nächsten Wochen eine neue Trägergesellschaft für den Spielbetrieb gegründet werden, die die alte HSG-Sportfördergesellschaft ablösen soll. Bei dieser neuen Gesellschaft soll auch die Bundesligalizenz der Zweitliga-Handballerinnen liegen.

Mit dem derzeitigen Trainer Gernot Weiss soll ebenfalls in den nächsten Tagen über ein weiteres Engagement gesprochen werden. „Er muss natürlich bereit sein, unser neues Konzept mitzutragen“, so Berchten. Grundsätzlich sieht Weiss in dieser Frage keine Probleme. „Ich würde eigentlich gerne bei der HSG bleiben“, erklärte der Melsunger gestern.

Von Thorsten Spohr

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