Lokalmatador Stephan Leyhe ist so gefragt wie kein anderer Springer

Nah bei den Fans: Stephan Leyhe erfüllte jegliche Autogramm- und Fotowünsche. Hier posiert der Skispringer neben Marie Naehring, und Emily Müller nimmt das Bild auf – beide Mädels sind Skispringerinnen aus Winterberg. Foto: Göbel

Willingen. Als Stephan Leyhe am Freitag das Einzelspringen auf der Mühlenkopfschanze absolvierte, erfüllte sich ein Kindheitstraum für ihn. Schließlich wuchs der 23-Jährige im Upland auf. Er erlebt spannende Zeiten. Ein Blick auf seine Willinger Tage.

Donnerstag 

Donnerstag stand der Einzug ins Hotel an. Den Vormittag verbringt Stephan Leyhe noch zu Hause, dann fährt der Shuttle-Service vor. „Am Spätnachmittag habe ich in Willingen im Hotel eingecheckt, danach haben wir noch Fußball gespielt und dann gegessen – zur gemeinsamen Einstimmung. Natürlich ist es Zu Hause schöner und auch ruhiger, aber im Hotel bist du einfach mit allen zusammen, viel näher dran und kannst Spannung aufbauen, die du für den Wettkampf einfach brauchst.“

Freitag 

Erst stand ein gemütliches Frühstück auf dem Plan, dann ging’s gegen 13 Uhr zur Schanze. „Der Vormittag ist recht entspannt abgelaufen, wir wussten ja, dass uns ein langer Tag mit fünf Sprüngen bevor steht.“ Die Container wurden bezogen, die Wachsleute begrüßt „und dann standen auch schon Training und Quali an“. Zwischendrin: Interview-Marathon. „Ich wurde schon vorgewarnt, dass einiges auf mich zukommen wird. Ich bin auch ganz gut mit den vielen Terminen zurecht gekommen, das hat mir Spaß gemacht. Und in den entscheidenden Momenten konnte ich abschalten, das war so abgesprochen.“

Denn: Zwischen erstem und zweiten Durchgang wurden Interview-Pausen vereinbart. „Da ist einfach zu wenig Zeit. Da musst du dich voll auf den zweiten Durchgang konzentrieren.“

Am Ende des Tages ist Leyhe zufrieden: Mit Sprüngen auf 134,5 und 126,5 Meter landet der 23-Jährige auf Rang 24. Und weil er nicht für das Teamspringen am Samstag aufgestellt wurde, ging’s erst gegen 22 Uhr zurück ins Hotel.

Samstag 

Der Tag startet ähnlich wie der Vortag: „Gegen Mittag ging’s zur Schanze, dann folgten wieder Interviews.“ Zwischendrin nimmt sich Leyhe immer wieder Zeit und erfüllt Autogrammwünsche. „Das mache ich gern, ich habe ja auch mal klein angefangen.“

Das Teamspringen verfolgt Leyhe ganz entspannt vom Ehrengastbereich vor dem Café Aufwind aus. „Beim Teamweltcup zu starten, wäre schon genial gewesen“, doch Leyhe fügt an: „Andererseits bin ich aber auch froh, mich etwas erholen zu können. Das war bisher schon eine recht lange Saison für mich. Wenn ich dann mal einen Tag durchatmen kann, tut das auch ganz gut.“

Nach dem Teamspringen ging’s nur noch zurück ins Hotel: „Am Abend steht nichts mehr an, ich werde zeitig ins Bett gehen, damit ich Sonntag fit bin.“

Sonntag 

„Zuerst geht‘s zum Frühstücken, dann wieder zur Schanze. Dort ist wieder volle Konzentration auf den Wettkampf angesagt“, sagt Leyhe und ergänzt: „Eine halbe Stunde vor dem Wettkampf machen wir uns warm, dann besprechen wir noch mit dem Trainer, worauf wir zu achten haben. Dann geht’s auch schon hoch auf den Turm.“ Und sein Ziel für das Einzelspringen? „Den Wettkampf von Freitag bestätigen und wenn es besser läuft, ärgere ich mich natürlich auch nicht.“

Bilder vom Skispringen in Willingen, Tag 2

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