Afrikaner mit Geld geködert?

Hat Rio die Olympischen Spiele gekauft? IOC will Antworten

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Muss sich mit Ungereimtheiten bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2016 an Rio de Janeiro befassen: IOC-Präsident Thomas Bach ist derzeit ein viel gefragter Mann.

Über den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro zieht ein dunkler Schatten auf. Der Organisationschef soll Stimmen bei der Vergabe des Sport-Events gekauft haben.

Lima - Das Internationale Olympische Komitee will in der Affäre um möglicherweise gekaufte Stimmen bei der Vergabe der Sommerspiele an Rio de Janeiro Auskunft von der brasilianischen Justiz. Die IOC-Exekutive veröffentlichte am Montag in Lima eine entsprechende Erklärung. Anwälte des IOC in Brasilien werden nach den Angaben eine entsprechende Anfrage bei den Behörden stellen.

In der Erklärung kam der Name des Organisationschefs der Rio-Spiele, Carlos Nuzman, nicht vor. Das brasilianische IOC-Ehrenmitglied ist Chef des Nationalen Olympischen Komitees. Er soll nach Erkenntnissen französischer Ermittler möglicherweise Stimmen aus Afrika bei der Vergabe zugunsten Rios mit Geld geködert haben. Nuzman weist die Vorwürfe zurück. Sein Pass wurde eingezogen, seine Anwesen in der vergangenen Woche durchsucht und Konten Nuzmans eingefroren.

Im Visier von IOC und Polizei: Rio de Janeiros Organisationschef der Olympischen Spiele Carlos Nuzman soll Stimmen aus Afrika gekauft haben. 

Bach hatte vor der Sitzung in Lima dazu erklärt, dass die Integrität des IOC nicht infrage stehen dürfe. „Wir nehmen das ernst und beobachten das eng“, sagte Bach. „Wir tun alles, damit das geklärt werden kann.“ Das IOC werde gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen und Strafen verhängen.

dpa

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